Mit einem Klick die Stadt gestalten



Ennigerloh (tiju) - Die Ennigerloher Stadtverwaltung möchte die Bevölkerung im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) stärker in den Gestaltungs- und Planungsprozess der Drubbelstadt einbeziehen.

Die Ennigerloher Verwaltung möchte mit der interaktiven Kartenanwendung mit der Bevölkerung in den Dialog treten. Das Bild zeigt einen Screenshot der Internetseite www.buergerbeteiligung.de/ennigerloh_isek/ideen.  

Mit der interaktiven Kartenanwendung (Inka) können im Internet Anregungen, Kritik und Wünsche geäußert werden. 

Wo besteht Handlungsbedarf in der Innenstadt? Welche Ecken der Drubbelstadt sind besonders schön? Und wo besteht dringender Handlungsbedarf? Mit ein paar Klicks können sich die Bürger am Prozess der Innenstadtentwicklung beteiligen und ferner über eine Kommentarfunktion miteinander kommunizieren.

„Bewohner wissen, was im Argen liegt“ 

Die Verwaltung erhoffe sich einen regen Austausch mit der Bevölkerung und möchte mit den Bürgern in den Dialog treten, sagt Stadtplaner Ben Riepe. „Die Ideen und Anregungen sind von großer Bedeutung, da die Bewohner eines Stadtteils oft am besten wissen, wo etwas im Argen liegt.“

Die Bedienung der Plattform ist einfach. Mit einem Mausklick in die Karte öffnet sich ein Fenster, in das Ideen eingetragen werden können, unterteilt in die Kategorien Wirtschaft und Handel, Verkehr, Gesundheit und Soziales, Stadtgestaltung, Freiraum, Bildung sowie Tourismus. Die Ideen sollen mit in das ISEK einfließen.

Mit dem Button „Das gefällt mir nicht“ kann Kritik geäußert werden. Das können wilde Müllecken, Schlaglöcher in Straßen oder eine kaputte Straßenbeleuchtung sein. „Jeder Anregung wird nachgegangen“, verspricht Riepe, der das System pflegt. „Es soll hier aber um konstruktive Gespräche und Kritik gehen – für Anfeindungen und Beleidigungen ist auf der Plattform kein Platz“, betont er.

Hemmschwelle senken

Mit der Kartenanwendung soll auch die Hemmschwelle, Kritik zu äußern, gesenkt werden. Die neue Anwendung kommt auch im Zuge der Neugestaltung des Ennigerloher Kirchplatzes St. Jakobus zum Einsatz. Alle, die nicht am ersten Workshop im Juni teilnehmen konnten, können jetzt im Internet ihre Ideen zur Umgestaltung des Platzes Im Drubbel mitteilen. Das Planungskonzept sieht eine größtmögliche Beteiligung der Bevölkerung vor.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.