Müssingen, Milte und WSU kooperieren



Kreis Warendorf (C.H.) - Was passiert eigentlich, wenn zwei Vereine mit einer eigentlich funktionierenden Fußball-Jugendspielgemeinschaft (JSG) trotzdem keine Mannschaft zusammenbekommt? Die Antwort: Man kooperiert noch mit einem dritten Verein, der etwas anders geartete Probleme hat. 

So geschehen mit der JSG der DJK RW Milte und des SC Müssingen, die beide schon seit Jahren im Jugendfußballbereich zusammenarbeiten. Trotzdem hätte es für die bevorstehende Saison nicht für eine A-, B- oder C-Jugend gereicht.

Michael Eustergerling federführend 

Also suchte sich Müssingens Jugendobmann Michael Eustergerling nach Absprache mit seiner Milter Kollegin Cilly Klein noch einen dritten Verein, in diesem Fall die Warendorfer Sportunion. Dass die WSU aber eine riesengroße Fußballabteilung und keine Probleme hat, in jeder Altersklasse Teams zu stellen, weiß jeder Interessierte. 

Allerdings konnten auch die Emsstädter nicht alle spielwilligen Jugendlichen unterbringen. Zwar meldete die WSU zwei A-, zwei B- und gar drei C-Juniorenmannschaften, es blieben aber noch Nachwuchskicker übrig. Für eine Dritte oder Vierte hätte die Anzahl nicht gereicht. Um dann mit Milte und Müssingen zusammen doch ein Team zu stellen, waren die Zahlen aber perfekt. So gehen in den drei Altersklassen nun die Teams unter dem Namen JSG Milte/Müssingen/WSU III (IV) an den Start. 

Gute Kontakte gepflegt

Eustergerling, der selbst schon bei der WSU Jugendobmann war und zu Andreas Dütting, der derzeit verantwortlich ist, noch gute Kontakte pflegt, war man sich schnell einig. „Wichtig ist doch, dass alle Jugendlichen spielen und in ihrem Verein bleiben können“, findet Eustergerling.

 Als Beispiel nennt er die A-Kicker. Milte/Müssingen kann dort acht Spieler stellen, die WSU III neun. Mit den zusammen 17 Akteuren kann durchaus eine Saison gespielt werden, in der jeder Einzelne seine Spielanteile bekommt. 

„Da gewinnen alle“

„Das ist für die drei Vereine eine Situation, bei der alle gewinnen“, ist sich Eustergerling sicher. Das sieht sein Warendorfer Pendant Andreas Dütting genau so: „Wir haben das vergangene Saison schon in der B-Jugend gemacht und es hat sich bewährt. Wir sind bei der WSU irgendwann an den Grenzen, auch was Trainer und Plätze angeht.

Gespielt und trainiert wird also in Müssingen oder Milte und die Spielgemeinschaft stellt auch die Trainer. Bei der A-Jugend ist es Eustergerling selbst, bei den B-Kickern sind es Simon Pohl, Michael Pohl und Werner Ahlemann, bei der C-Junioren übernehmen Tim Jepp und Lior Karpol das Kommando.

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