Multitalent Gregor hat Qual der Wahl



Gütersloh-Isselhorst (nwh) - Marvin Gregor, Deutscher Meister seiner Altersklasse im Zehnkampf und gleichzeitig Schlüsselspieler des Handball Landesligisten TV Isselhorst, ist hin und hergerissen zwischen zwei Sportarten. Früher oder später wird er deshalb abwägen und sich entscheiden müssen.

Marvin Gregor beim Stabhochsprung

 Denn die Doppelbelastung wird auf Dauer zu hoch, was sich zuletzt beim Handball auch schon zeigte. Nach einer Knöchelverletzung im November musste Gregor ein Spiel aussetzen. Auch deshalb konzentriere er sich bereits jetzt mehr auf Leichtathletik, verriet der 19-Jährige im Gespräch mit  der „Glocke“.

Natürlich hängt die Entscheidung für eine der beiden Sportarten eng von der Zukunftsplanung und der Vereinbarkeit von Sport und Beruf ab. Nach dem Abitur im März diesen Jahres denkt Gregor darüber nach, sich „ein Jahr nur auf Sport zu konzentrieren“ und intensiv zu trainieren. Dass dieser Trainingsaufwand für Landesligahandball nicht nötig ist und deshalb in diesem Fall die Wahl auf die Leichtathletik fällt, liegt dabei auf der Hand. Längerfristiges Trainingsziel könnte für den 19-Jährigen die Junioren-Europameisterschaft 2015 sein, erläutert Gregor.

Sich auf Leichtathletik zu konzentrieren liegt für den Isselhorsterauch deshalb näher, weil dort, speziell im Zehnkampf, mehr zu erreichen ist. Allen Ambitionen zum Trotz bleibt Marvin Gregor jedoch bodenständig. Dinge wie Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften sind für ihn (noch) kein ernsthaftes Thema. „Klar denkt man da mal drüber nach, aber das ist noch so weit weg“, sagt der Zehnkämpfer zum „Gedankspiel Olympia“. Bei allen Möglichkeiten, die die Leichathletik bietet, scheint es so, als wäre der Handball als alleiniger zukünftiger Sport schon in weite Ferne gerückt.

 Gregor schließt die Möglichkeit, die Konzentration auf den Ballsport zu verlagern, jedoch nicht vollkommen aus. „Natürlich ist es auch verlockend, in höheren Ligen Handball zu spielen“, zeigt sich der 19-Jährige offen für Angebote und Gespräche. Wohin der Weg für den Isselhorster Ausnahmeathleten führt, wird sich vermutlich im Laufe dieses Jahres zeigen. Klar ist: Eine der beiden Sportarten wird, eventuell schon nach der laufenden Handballsaison, wegfallen müssen. Eine nachvollziehbare Entscheidung, da mit Doppelbelastung nie das ganze Potenzial seines Talents genutzt werden kann.

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