Musik, Tanz und Mode zum Weltkindertag



Kreis Gütersloh (bit) - 95 Prozent der befragten 1273 Gütersloher Grundschüler fühlen sich in der Familie zunehmend an Entscheidungen beteiligt. Das ist das Ergebnis einer Aktion, die der Kreisverband Gütersloh im Deutschen Kinderschutzbund im Vorfeld des Weltkindertags durchgeführt hat.

Die Kolibris und die Heidewaldspatzen von den Grundschulen Blankenhagen und Heidewald stimmten am Samstag rhythmisch singend auf das Fest zum Weltkindertag auf dem Platz vor der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh ein. Viele Spielmöglichkeiten und kurzweilige Darbietungen auf der Bühne ließen keine Langeweile aufkommen.

Der stand nämlich unter dem Motto „Partizipation von Kindern“ (Teilhabe). 1273 von 1500 Fragebögen hatten Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klassen von 15 Gütersloher Grundschulen an den Kinderschutzbund zurückgeschickt. Der neue Kreis-Vorsitzende Burkhard Martin und die Geschäftsführerin Bettina Flohr (Diplom-Psychologin) interpretieren das Ergebnis so: „Der Erziehungsstil in den Familien hat sich hin zu einem demokratischen Verhalten verändert.“

Umfrage bei Grundschülern

In der Schule empfindet sich der Nachwuchs zu 85 Prozent „sehr gut“ und „in Ordnung“ eingebunden. Am wichtigsten erscheint den Schülerinnen und Schülern das Mitentscheiden bei der Wahl zum Klassensprecher, bei der Sitzordnung und dem Ziel der Klassenfahrten. Hohe Priorität genießen die Gestaltung des Schulhofs und des Klassenraums. Was die Stadtplanung betrifft, bei der sich die Hälfte der Jüngsten berücksichtigt glaubt, meinen die Kinderschützer, dass damit bereits das Nutzen von Rad- und Gehwegen sowie von Spiel- und Sportplätzen gemeint ist.

Betetiligung und Mitbestimmung sind wichtig

Auf das Kinderfest am Samstag vor der Martin-Luther-Kirche in Gütersloh stimmten mit Rektorin Gabriele Rasche die Kolibris und die Heidewaldspatzen von den Grundschulen Blankenhagen und Heidewald rhythmisch singend ein: „Hast du Töne, hast du Lieder“, schallte es vielstimmig über den Platz.

„Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen sind nicht nur vor der Bundestagswahl ein wichtiges Thema“, sagte Burkhard Martin, bevor er die Frau begrüßte, „die ihre Hand über unsere Veranstaltung hält“. Er meinte Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) als Schirmherrin. Sie hatte bereits am Freitag Besuch einer Gruppe des Aksom-Kindergartens (Arbeitskreis sozialer Minderheiten) bekommen. „Kinder haben das Recht, in allen Dingen, die sie angehen, gehört zu werden. Damit sind Bundestagswahl und Weltkindertag nicht weit auseinander“ , betonte Unger.

Viele Spielmöglichkeiten

Bis in den frühen Nachmittag gab es viele Spielmöglichkeiten und Darbietungen von den Bläserklassen aus Blankenhagen und des Städtischen Gymnasiums, Tänze von den Grundschulen Kattenstroth und Sundern sowie der Josefschule (Spexard), die sogar eine Modenschau beisteuerte. Den Schlusspunkt setzten „Die toten Flammen“ von der Schule für Musik und Kunst.

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