Nabu ruft zur Vogelzählung auf



Münster/Bielefeld (be) - Was flattert und singt im Garten? Bereits zum zehnten Mal ruft der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bis Sonntag, 11. Mai, zur „Stunde der Gartenvögel“ auf, um die Vogelbestände schätzen zu können.

Altvogel an natürlicher Bruthöhle in Obstbaum-Stamm

 In ganz Deutschland sind Natur- und Vogelfreunde aufgerufen, für eine Stunde Vögel in Gärten und Parks oder von dem Balkon aus zu beobachten, zu zählen und anschließend für eine Auswertung zu melden. Mehr als 47.000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr teilgenommen und dabei mehr als 1,1 Millionen Vögel beobachtet und gemeldet.

Im vergangenen Jahr haben die westfälischen Gartenbesitzer eifrig mitgezählt. Haussperling, Amsel und Kohlmeise zählten 2013 zu den häufigsten Gästen in westfälischen Gärten.

Diese Arten besetzen seit der ersten Zählung im Jahr 2005 unangefochten die ersten drei Plätze. „Die Beobachtungen zeigen, wie sich die Vogelbestände im Siedlungsraum entwickeln. Hier gibt es einen interessanten Trend: Entgegen der allgemeinen Entwicklung unserer Vogelbestände ist in Städten und Dörfern nicht nur die Vogelanzahl, sondern auch die Artenvielfalt im vergangenen Jahrzehnt gewachsen“, sagte Nabu-Vogelexperte Lars Lachmann.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Platz aus notieren die Teilnehmer von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Diese Zahlen melden sie per Post (NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin), Telefon (kostenlose Rufnummer am 10. und 11. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115 oder per Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.

In einem durchschnittlichen deutschen Garten sind etwa zehn Vogelarten zu sehen. Diese sind mit Hilfe der vom Nabu zur Verfügung gestellten Zählhilfen, auch ohne spezielle Vorkenntnisse, zu erkennen. Die Zählstunde kann während des Aktionszeitraums frei gewählt werden. Am leichtesten zu entdecken sind die Vögel jedoch in den frühen Morgenstunden, aber auch am Abend.

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