Nach 11 000 Prüfungen ist Schluss



Kreis Gütersloh (gl) - Im Alter von fünf Jahren hat Horst Nabel seinen ersten Fisch geangelt. Schnell packte den gebürtigen Ostpreußen die Angler-Leidenschaft. Jetzt, 78 Jahre später, verabschiedete er sich nach 38 Amtsjahren altersbedingt aus dem Fischerprüfungsausschuss.

Abschied im kleinen Kreis: (v. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Manuel Bünte (Untere Fischereibehörde), Horst Nabel, Dr. Wolfgang Schwentker (Leiter der Abteilung Ordnung beim Kreis), Ernst Naumann, Günter Laser, Horst Liedtke und Dieter Kosfeld.

„Sie haben in der Fischerei einiges erreicht“, betonte Landrat Sven-Georg Adenauer bei Nabels offizieller Verabschiedung. Der 83-jährige Gütersloher ist ein Prüfer der ersten Stunde.

1973 trat die Verordnung über die Fischerprüfung in Nordrhein-Westfalen in Kraft. Noch im selben Jahr wurde im Kreis Gütersloh ein Fischerprüfungsausschuss gebildet, mit Nabel als Beisitzer. Mehr als 11 000 Kandidaten stellten seitdem vor ihm unter Beweis, was sie vom Angeln verstehen.

Einer Mitteilung zufolge entlassen die Kollegen Nabel nun nur wehmütig aus dem Prüfungsausschuss. „Er war immer ein väterlicher Prüfer“, charakterisierte Dr. Wolfgang Schwentker vom Kreis den leidenschaftlichen Angler. „Nervösen Kandidaten machte er Mut. Wo es nottat, ließ er aber Strenge walten.“

Zahlreiche Auszeichnungen

Auch Nabels Sachverstand als erfahrener Sportfischer zeichnete ihn als kompetenten Prüfer aus. Seit 1960 gehört der Gütersloher dem Sportfischerverein Rheda-Gütersloh an, dessen Vorsitz er von 1970 bis Anfang dieses Jahres übernahm. Darüber hinaus engagierte er sich als Kassenprüfer des Fischereiverbands NRW sowie als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Sportfischer des Kreises Gütersloh.

Für seine Verdienste erhielt der Gütersloher zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem konnte er sich über das Große silberne Ehrenzeichen des Verbands Deutscher Sportfischer (VDSF) freuen – die zweithöchste Auszeichnung auf Bundesebene.

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