Nelli Graf: Massen-Gentest wird ausgeweitet



Kreis Gütersloh (mn) - Die Analyse der Speichelproben von rund 1500 Männern durch die Rechtsmedizin Münster ist abgeschlossen und hat nicht zu dem mutmaßlichen Mörder der 46-jährigen Nelli Graf geführt. Deshalb weitet die Mordkommission Bielefeld den Massen-Gentest in Halle aus.

Der Massengentest im Mordfall Nelli Graf wird ausgeweitet.

Einer Mitteilung zufolge wird die Polizei in den nächsten Tagen 2000 weitere Männer aus der Lindenstadt anschreiben und um die freiwillige Abgabe einer DNA-Probe bitten. Der bisherige Radius von 750 Metern im Umkreis der getöteten 46-Jährigen wird auf 1500 Meter verdoppelt, weil die Polizei nach wie vor davon ausgeht, dass der Verbrecher einen Ortsbezug zu Halle und Nelli Graf möglicherweise auch gekannt hat.

Die Speichelproben sollen von Donnerstag, 12. Juli, bis Samstag, 14. Juli, erneut in den Räumen des Berufskollegs in Halle entnommen werden. Auch sie werden in Münster untersucht. Die Polizei hofft, auf diese Weise den mutmaßlichen Mörder zu fassen, weil sie an der im Februar in einem Waldstück bei Kölkebeck entdeckten Leiche der 46-Jährigen fremde, männliche DNA-Spuren gesichert hat. Nelli Graf war im Oktober vorigen Jahres spurlos verschwunden. Nur ihr Fahrrad wurde in der Nähe entdeckt. Nelli Graf wurde erstochen.

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