Nina Herrling stellt sich als Stadtbaurätin vor



Gütersloh (rebo). „Ich bin jetzt hier angekommen.“ Das sagt Nina Herrling, seit dem 1. August neue Stadtbaurätin in Gütersloh, an ihrem zehnten Arbeitstag. Wie lange sie bleibt, ob sie eher wie ihr Vorvorgänger Josef E. Löhr zwei Jahrzehnte lang die Gestaltung der Stadt an oberster Stelle mitverantworten will oder wie ihr direkter Vorgänger Henning Schulz in vier Jahren etwas ganz anderes machen wird, das kann die 41-Jährige nicht sagen.  

Oberste Stadtplanerin: Architektin Nina Herrling hat als Stadtbaurätin die Nachfolge von Henning Schulz angetreten.

Auch wenn die Presse diese Frage gern direkt  beantwortet hätte. Am Freitagnachmittag hat sich die Architektin offiziell vorgestellt. „Dabei hat sie in den vergangenen Tagen schon Termine mit übernommen, wie zum Beispiel den Spatenstich an der Zentrale des Landwirtschaftlichen Kreisverbands an der Herzebrocker Straße“, betont Bürgermeister Henning Schulz (CDU). „Ich bin glücklich, dass Frau Herrling jetzt endlich da ist“, sagt er.

Amt seit September vakant

Nachdem er im September zum Bürgermeister gewählt worden war, war das Amt des Stadtbaurats, das er zuvor ausgefüllt hatte, vakant. Die anfallenden Aufgaben mussten trotzdem mit erledigt werden. „Christine Lang hat einen Teil des Themenbereichs übernommen“, bedankt sich Schulz bei der Dezernentin für Finanzen, Umwelt, Recht und Ordnung. Bei vielen Projekten habe er aber auch als Bürgermeister im Hintergrund noch mitgewirkt.

„Wir sprechen die gleiche Sprache“

Jetzt übernimmt Nina Herrling den Geschäftsbereich Bauen und Verkehr mit den Fachbereichen Immobilienmanagement, Stadtplanung, Bauordnung, Vermessung und Tiefbau. Dass ihr direkter Chef Henning Schulz ebenfalls Architekt ist, bewertet sie positiv. „Wir sprechen die gleiche Sprache“, betont sie. Dadurch sei es einfacher, strategische Ziele gemeinsam zu verfolgen. In den kommenden Jahren werde aber sicher immer wieder ein fachlicher Diskurs geführt werden müssen, ergänzt sie.

Flüchtlingsunterbringung und Konversion

Eigene Schwerpunkte werde sie zu Beginn ihrer Amtszeit noch nicht setzen, sagt Nina Herrling. „Aktuelle Themen wie das Innenstadtkonzept oder das Klimaschutzkonzept sind schon angestoßen. Da werde ich mich zunächst einarbeiten und später dann auch eigene Schwerpunkte setzen.“ Auch die Unterbringung von Flüchtlingen und die Konversionspläne für den Flugplatz an der Marienfelder Straße werden Nina Herrling in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen.

Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen

Henning Schulz betont, er werde mit Nina Herrling auf unterschiedlichen Ebenen gemeinsam an Projekten arbeiten. Am Thema Konversion werde er sicher weiter mitarbeiten. „Aber es wird in Gütersloh nicht zwei Stadtbauräte geben.“

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