NRW plant Projekte zum Kohleausstieg



Dortmund (dpa) - „Glückauf Aufbruch 2018“ - unter diesem Motto plant das Land NRW Technologie- und Kulturprojekte zum Ende des deutschen Steinkohlebergbaus. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) stellte das Vorhaben am Donnerstag in Dortmund bei der Eröffnung einer Ausstellung zum Bergbau vor.

Mit zahlreichen Kultur- und Technologieprojekten will sich NRW 2018 aus dem Steinkohlebergbau verabschieden. Einen Vorgeschmack lieferte bereits am 25. April eine Lichtinstallation in der ehemaligen Zeche Auguste Victoria in Marl. Auf dem 90 Hektar großen Gelände sollen sich künftig vor allem Logistikbetriebe ansiedeln.

Es gehe darum, die Leistungen der Bergleute in mehr als 150 Jahren Abbau zu würdigen und zugleich Perspektiven für die Zukunft der Bergbauregionen aufzuzeigen, sagte Duin. Ende 2018 schließen die beiden letzten deutschen Zechen in Bottrop und Ibbenbüren am Rand des Münsterlandes.

Geplant seien unter anderem ein Tüftlerzentrum an der Hochschule Gelsenkirchen für Kleinunternehmen und ein Labor für Logistik- und Maschinenbau-Großversuche auf dem Gelände der Kokerei Prosper in Bottrop, erläuterte Duin. Mit einem satellitengestützten Verfahren solle die Untersuchung von Bergbauflächen auf Bodenbelastungen und damit die Folgenutzung beschleunigt werden.

Ausstellung „Fußball und Bergbau“ und „Knappentag“

Das bisherige Trainingsbergwerk des Zechenbetreibers RAG in Recklinghausen soll zu einem Besucherzentrum umgebaut werden, das auch Bergbauzulieferern für die Präsentation ihrer Produkte offensteht. Das Land plant eine Ausstellung zum Thema „Fußball und Bergbau“ und einen „Knappentag“ in Essen im Jahr 2018.

Die Landesregierung hat im aktuellen Haushaltsentwurf über mehrere Jahre verteilt mehr als 30 Millionen Euro für verschiedene Projekte rund um den Rückzug aus der Steinkohle vorgesehen. Hinzu kommt ein vergleichbares Programm der RAG-Steinkohlestiftung mit rund 28 Millionen Euro Gesamtvolumen, aus dem unter anderem die Modernisierung des Bergbaumuseums in Bochum mitfinanziert wird.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.