Ostergeschichte mit Legosteinen erzählt



Gütersloh (gl) - Die Ostergeschichte erzählt anhand einer Lego-Ausstellung? Das klappt tatsächlich. Im Stadtmuseum Gütersloh gibt es seit Mittwoch die etwas andere Passionsgeschichte zu sehen. Dabei ist die Wanderausstellung der katholischen Propstei Werl nicht die erste Legoausstellung des Museums.

Im Stadtmuseum Gütersloh gibt es bis zum 15. April die Ostergeschichte aus Legosteinen zu sehen. Wie in der Bibel beginnt die Lego-Ostergeschichte mit dem Einzug Jesu in Jerusalem.

Alles begann 2015. Der Ostergarten wurde von 20 Jugendlichen und Erwachsenen aus der Werler Pfarrei in zwei intensiven Bauphasen geplant, entworfen und gebaut. „Die Geschichte mit Lego neu erzählt, ist für alle viel ansprechender, als nur trocken aus der Bibel zu lesen“, berichtet Gemeindereferent Markus Ende über die ursprüngliche Idee.

Croissants zum Abendmahl und Zauberer bei der Jesus-Anhörung

Jesus und seine Jünger als Legofiguren kamen so gut bei den Besuchern an, dass die Propstei Werl auch anderen Städten die Ausstellung zur Verfügung stellte – so auch Gütersloh. Die Ostergeschichte wird vom Einzug Jesu von Nazareth in Jerusalem über seine Verurteilung bis hin zur Auferstehung erzählt.

Verwendet wurden nur Original-Legosteine, die teilweise an die Bedürfnisse der Ausstellungsmacher angepasst wurden. So tragen Jesus und seine Jünger kleine handgefertigte Stoffmäntel, und sie sind je nach Situation mit verschiedenen Gesichtsausdrücken ausgestattet.

Dabei haben sich die Erbauer auch humoristisch ausgelebt: In jeder Station befindet sich ein ungewöhnliches Detail – seien es die Croissants beim Abendmahl oder der Zauberer mit spitzem Hut, der sich in Jesu Anhörung geschlichen hat. Insgesamt sieben detaillierte Stationen sind quer durch die Ausstellung des Stadtmuseums im Fachwerkhaus verteilt.

Lichteffekte rund um die Auferstehung dank Winkeln im Obergeschoss

Beim Aufbau hat das Museumsteam einige neue Perspektiven entwickelt. So findet sich die Legoplatte zur Kreuzigung vor der großen Kreuzigungsgruppe aus Holz, die bis ins 19. Jahrhundert in Güterslohs „Alter Kirche“, dem Vorgänger der heutigen Apostelkirche, im Altarraum hing. „Dank der Winkel im Obergeschoss des Fachwerkhauses konnten wir Licht und Schatten rund um die Grablegung und die Auferstehung besser inszenieren als in jedem Sonderausstellungsraum“, sagt Museumsleiter Franz Jungbluth.

Einziger Wermutstropfen: Zwei Stationen sind nicht barrierefrei zugänglich, da sich der „Kirchenraum“ in der ständigen Ausstellung des Museums in einem Zwischengeschoss befindet. An Karfreitag und an den beiden Ostertagen hat das Museum an der Kökerstraße geschlossen. Ansonsten ist die Schau bis zum 15. April geöffnet.

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