Parkour-Park besteht Feuertaufe



Gütersloh (jed). Eine atemberaubende Geburtstagsparty haben am Wochenende 200 aus Russland, Österreich, aus der Schweiz, aus Serbien und aus halb Deutschland angereiste Traceure auf dem neuen Parkour-Park an der Ahornallee gefeiert. Seit zehn Jahren gibt es nämlich das Parkour-Camp in Gütersloh.

Und die Sportler genossen auch dieses Mal wieder die außergewöhnliche Atmosphäre beim Austausch und Training mit Gleichgesinnten. Es gab einige Neuheiten im Camp. Die größte war sicherlich der Platzwechsel.

Nach neun Jahren auf dem Gelände der Janusz-Korczak-Gesamtschule in Kattenstroth siedelte der von Parkour-Initiator Claus-Peter „Pit“ Mosner vom Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt, angeführte Tross auf das weitläufige Areal rund um den Mitte Juni eröffneten Parkour-Park an der Ahornallee auf die Rückseite der im Umbau befindlichen dritten Gesamtschule um. Dort wurde die Zeltstadt für die Sportler aufgebaut. Auch die Verpflegungsstelle und das 50-köpfige Betreuungsteam fanden dort ihren Platz.

Anlage besteht Härtetest mit Bestnoten

Für den Parkour-Park war es eine Art Feuertaufe. Schließlich musste die Anlage von Freitag bis Sonntag beim Zusammenkommen der zwischen 14 und 30 Jahre alten Aktiven bestehen.

Wie kaum anders zu erwarten, bestand die Anlage die Prüfung mit Bestnote. Nach den ersten im Internet veröffentlichen Videos des neuen Mekkas der Trendsportart trudelten über die sozialen Netzwerke in der bestens vernetzten Szene Reaktionen aus Deutschland, Europa sowie selbst aus den USA und Australien ein.

„Die Leute sind im positiven Sinne fassungslos“, berichtete Pit Mosner im Rahmen des Parkour-Camps. „Wir zeigen hier einfach unser Motto, unsere Philosophie, unsere Lebenseinstellung, unsere Werte, wer wir sind und wie wir ticken.“

Früher mussten die Hindernisse erst noch aufgebaut werden

Den Unterschied zum bisherigen Austragungsort brachte der Gütersloher Max (34) auf den Punkt. Der erste Unterschied bestehe darin, dass im Park die Hindernisse bereits vorhanden seien. An der Gesamtschule habe man sie aufbauen müssen.

Viel entscheidender sei aber, dass an der Ahornallee der Grundgedanke der Sportart wieder zum Vorschein komme: dass sich nämlich die Sportler an die Gegebenheiten anpassen müssen. Das nutzten die jungen Frauen und Männer am Wochenende ausgiebig und mit Begeisterung. Viele werden sich auch zum elften Camp im kommenden Sommer anmelden. Denn schließlich gibt es solche Anlagen wie in Gütersloh nicht an jeder Ecke.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.