Plakate dürfen noch zwei Wochen hängen



Rheda-Wiedenbrück (lani) - Nur wenige Tage erstrahlte das Rhedaer Schloss für Werbezwecke in gelber Farbe. Lange wird es auf den Plakaten der Baumarktkette Max Bahr aber nicht mehr zu sehen sein. Die Werbeträger müssen entfernt werden.

Dunkle Schatten fallen auf die Plakatkampagne der Baumarktkette Max Bahr, die für ihre neue Filiale mit einem Bild des Rhedaer Schlosses wirbt. Die Fürstenfamilie pocht auf Unterlassung.

Das Unternehmen hat am Dienstag eine Unterlassungserklärung wegen einer Eigentumsverletzung durch widerrechtliche Motivnutzung abgegeben. Wie einer Pressemitteilung der Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen Kanzlei zu entnehmen ist, darf die Baumarktkette die insgesamt 170 Plakate, die in der näheren Umgebung auf die Eröffnung einer neuen Max-Bahr-Filiale in der Dopelstadt aufmerksam machen sollen, nur noch für weitere zwei Wochen nutzen. Spätestens dann aber müssen die Werbeträger, die ein gelb gestrichenes Schloss Rheda zeigen, aus dem Stadtbild verschwunden sein.

Baumarktkette soll spenden

Zudem hat sich das Unternehmen verpflichtet, das Motiv zukünftig nicht ohne Zustimmung des Rhedaer Fürstenhauses für Werbezwecke einzusetzen und eine Spende an eine von Maximilian Prinz zu Bentheim-Tecklenburg zu benennende Institution zu zahlen. Über die Höhe der Spende wurden seitens der Fürstlichen Kanzlei keine Details genannt. Das Rhedaer Fürstenhaus hatte zuvor rechtliche Schritte eingeleitet. Die Verwendung des Bildmotivs sei widerrechtlich erfolgt und daher nicht hinnehmbar.

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