Präsident speist in der Schulmensa



Warendorf (pw) - Einen prominenten Tischgenossen hatten am Donnerstag die Schüler der  Gesamtschule in ihrer Mensa: Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke nahm bei seinem Antrittsbesuch in Warendorf auf Einladung von Bürgermeister Jochen Walter das Mittagessen als einer unter vielen ein.

Hier schenkt der Bürgermeister noch persönlich ein: (v. l.) Jochen Walter tischt Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke und seiner Mitarbeiterin Christiane Wienströer in der Mensa der neuen Gesamtschule den gleichen Eintopf auf, den auch die Schüler serviert bekommen. 

Es gab „mediterranen“ Eintopf und Apfelmus. Ansonsten war es keine leichte Kost, die der 61-jährige Jurist – der frühere Präsident des Verwaltungsgerichts Düsseldorf wurde im vorigen Jahr Nachfolger von Dr. Peter Paziorek (Beckum) als Chef der Bezirksregierung – in Warendorf serviert bekam. Schulentwicklung, Regionalplanung und Verkehrsinfrastruktur waren die Themenbereiche, über die sich die Chefs von Stadtverwaltung und Bezirksregierung zuvor in internen Gesprächen im Bürgermeisterbüro ausgetauscht hatten.

Gesamtschule besucht

Beim anschließenden Besuch im Schulzentrum Nord an der Kapellenstraße ließ sich der Behördenchef aus Münster zeigen, wie der Umbau der regionalen Schullandschaft im Alltag vorangeht. Warendorf habe mit der Erweiterung des Spektrums durch die Gesamtschule eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Eine weitere Aufgabe sei die Verwirklichung der Inklusion, der Integration von behinderten und lernschwachen Schülern in die Regelschulen. Allerdings dürfe die Umstellung „nicht mit der Brechstange“ erfolgen. Klenke ist sich mit Bürgermeister Jochen Walter einig, dass Förderschulen wie die Franziskusschule zunächst noch gebraucht, mittelfristig aber auslaufend aufgelöst würden.

Regionalplanung Thema

Auch zu Fragen der Regionalplanung – Warendorf möchte sich die Flächenentwicklung für Bau- und Gewerbegebiete absichern lassen – und der Verkehrsinfrastruktur – hohe Priorität für den Bau der Ortsumgehungen Warendorf und Freckenhorst – tauschten sich die Behördenchefs aus. In beiden Fragen nahm Klenke Wünsche entgegen, ließ sich aber keine öffentliche Stellungnahme entlocken. Da wolle er dem Regionalrat nicht vorgreifen.

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