Radioaktiver Verdachtsfall in Warendorf


Warendorf (gl) - Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ist es am Mittwochnachmittag an der Beckumer Straße gekommen. Wie die Stadt Warendorf am Abend bekanntgab, hat es einen „radioaktiven Verdachtsfall“ gegeben, der sich am Ende aber nicht bestätigt hat.

Wegen eines „radioaktiven Verdachtsfalls“ in einer Gewerbehalle an der Beckumer Straße in Warendorf ist es am Mittwochnachmittag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr Warendorf und des ABC-Trupps des Kreises gekommen.

 „Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keiner Zeit“, heißt es in einer e aus dem Bürgermeisterbüro, die am Abend herausging. Am Nachmittag war die Stadtverwaltung informiert worden, dass sich in einer Halle an der Beckumer Straße ein Fass mit einem Aufkleber „Radioactive II“ befinde. Nach Auskunft des Eigentümers der Halle hatte sich eine fremde Person zuletzt unbemerkt und unbefugt Zutritt zu der Halle verschafft und Unrat abgeladen. Bei Aufräumarbeiten am Mittwoch war das Fass dann aufgefallen. 

Strahlenmessung ohne Befund

Die Stadt Warendorf hat daraufhin Rücksprache mit dem Bereich Strahlenschutz der Bezirksregierung Münster gehalten und ist der Empfehlung gefolgt, eine fachmännische Messung auf radioaktive Stoffe über die Feuerwehr vornehmen zu lassen. Daraufhin wurde die Kreisleitstelle durch die Stadt Warendorf über den Sachverhalt informiert und um Einschätzung gebeten. Wie es weiter in der Pressemitteilung heißt, wurden auf Basis von Fotos des Fasses die Feuerwehr-Löschzüge 1 und 2 Warendorf und der ABC-Trupp des Kreises Warendorf durch die Kreisleitstelle alarmiert. 

An dem Einsatz waren der ABC-Trupp des Kreises Warendorf mit acht Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften, die Feuerwehr Warendorf mit zwei Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften sowie die Kreispolizeibehörde beteiligt. Ergebnis: Die durch den ABC-Trupp des Kreises Warendorf vorgenommenen Messungen außerhalb und innerhalb des Behältnisses waren negativ, sodass Entwarnung durch die Einsatzkräfte gegeben werden konnte. Die in dem Fass befindliche, unschädliche Flüssigkeit wird nun fachmännisch entsorgt. 

Bundesstraße zweitweise gesperrt

Infolge dieses Einsatzes ist es auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war in der Zeit zwischen 16.30 und 17 Uhr die Bundesstraße 475 zwischen dem Anschluss an die B 64 in Warendorf und Westkirchen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nachdem die Feuerwehr Entwarnung gegeben hatte, wurde die Straße wieder freigegeben, heißt es in einer Erklärung der Polizei.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.