Rafael Arens grüßt als Schützenkönig



Lippetal-Oestinghausen (gl) - Als sich Jörg Bartmann aus der Riege der Anwärter verabschiedete, wurde aus dem Dreikampf ein Duell: Rafael Arens gegen Uwe Sporleder. Beide wollten König werden, beide feuerten ohne Unterlass auf den Vogel.

Schließlich hatte Rafael Arens, der Adjutant in der Schützenbruderschaft St. Hubertus Oestinghausen, Krewinkel-Wiltrop und Niederbauer, das bessere Ende für sich. Er gab den 178. Schuss ab, der sich als der entscheidende Wirkungstreffer entpuppte und die Reste des Vogels aus dem Kugelfang purzeln ließ. Großer Jubel brandete auf, die Bruderschaft freute sich über neue, junge Regenten.

Zu seiner Königin machte der 28 Jahre alte Rafael Arens die 23-jährige Stefanie Jöring. Die beiden sind bei den Oestinghauser Pfadfindern aktiv. Stefanie Jöring arbeitet als Zahnarzthelferin in Soest. Rafael Arens verdient sich seine Brötchen als Küchenverkäufer im Betrieb seines Vaters Helmut. Königskette und Diadem erhielten sie von ihren Vorgängern, Christian und Pia Stratmann, die zuvor am Sonntagnachmittag noch einmal im Mittelpunkt des Festgeschehens gestanden hatten.

Als Königsoffiziere fungieren Alexander Krause und Jürgen Fritsch. Die Insignien gingen an Burkhard Tüllermann (Apfel), Jörg Wengler (Zepter) und Jörg Erdelhoff (Krone).

Ebenfalls in aller Munde unter der Vogelstange war Daniel Kresing. Zunächst hatte sich der Student am Freitagabend den Laubkönig-Titel gesichert. Am Sonntag legte er nach, gab der Konkurrenz beim Hampelmannschießen das Nachsehen und machte sich mit dem 205. Schuss zum Jungschützenkönig. In beiden Fällen als Königin an seiner Seite: die Abiturientin Leonie Beine. Alle Versuche, Daniel Kresing zu einem Triple zu überreden, also auch noch zum Griff nach der Königswürde am Montag, scheiterten allerdings. Wobei der Student dennoch drei Gründe zum Feiern hatte, denn er vollendete am 11. Juli sein 25. Lebensjahr.

Bei den Auszeichnungen stand unter anderem Hauptmann Peter Berghoff im Mittelpunkt. Er erhielt aus den Händen von Oberst Andre Korff den Orden für besondere Verdienste. Der Anlass: ein Jubiläum. Der Vogel, auf den am Montag an der Gemeinschaftshalle geschossen wurde, stammte zum 25. Mal aus der Werkstatt von Peter Berghoff.

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