0:2 – Preußen verlieren auch gegen Fortuna
Bild: S. Sanders
Das Verhältnis von Preußens Trainer Marco Antwerpen (l.) und Sportchef Malte Metzelder ist derzeit nicht das beste - vielleicht tut die Winterpause allen Beteiligten gut
Bild: S. Sanders

Vor wenigen Wochen noch strahlte der Himmel über dem Preußenstadion. Die mit geringen Erwartungen in die Saison gestartete Mannschaft spielte eine über weite Strecken glänzende Hinrunde und mischte lange ganz oben mit. Vergangenheit. Im Hier und Jetzt verbietet sich der Blick nach oben. Münster ist nur noch Mittelmaß, auch das offenkundig belastete Verhältnis zwischen Trainer Marco Antwerpen und Sportchef Malte Metzelder drückt auf die Stimmung. Antwerpen fordert personelle Verstärkung für Angriff und Mittelfeld, die Metzelder ihm aufgrund der angespannten finanziellen Lage wohl nicht ermöglichen kann. Auch manch öffentliche Äußerung des Trainers nach dem 0:2 gegen Zwickau, als er die Mannschaft und insbesondere Kapitän Scherder deutlich kritisierte, missfiel der Vereinsführung.

Dicke Luft vor dem Fest

Dicke Luft vor dem Fest, vielleicht tut die kurze Winterpause allen Beteiligten gut. Am 6. Januar nimmt der SCP das Training wieder auf. Der unter der Woche mächtig angefressene Antwerpen reagierte auf die jüngste Talfahrt mit drei personellen Veränderungen im Vergleich zum 0:2 vor einer Woche gegen Zwickau. Kapitän Scherder, Rühle und Cueto raus, der genesene Dadashov, Heinrich und Lanius rein. Kaum hatten die Preußen ihre Positionen gefunden, lagen sie schon wieder hinten. Bei einer abgefälschten Flanke kam Schulze Niehues nicht raus, Schweers und Lanius reagierten nicht, und Eberwein hielt den Kopf hin – 0:1 (5.). Ein früher Schock für den SCP, der überhaupt nicht ins Spiel fand, kaum Torgefahr erzeugte und hinten wackelte. Beim Handspiel von Schwarz hätte Schiedsrichter Osmers durchaus auf Elfmeter für die Gäste entscheiden können (12.). Dahmanis abgefälschter 18-Meter-Schuss klatschte gegen die Latte, den Abpraller setzte Pintol über das Tor (21.). Köln machte das nach der frühen Führung sehr ordentlich, Münster war spürbar verunsichert. In der zweiten Halbzeit kamen Hoffmann, Rühle und nach 70 Minuten noch Cueto, aber offensiv bekamen die Preußen weiter nicht viel auf die Kette. Kobylanskis Direktabnahme an die Latte (50.) blieb die einzige echte Torchance. Münster probierte, rannte an – und kassierte in der Nachspielzeit noch das 0:2 durch Hartmann (90.+2).

VfL Osnabrück erobert Tabellenführung zurück

Unterdessen hat der VfL Osnabrück die Tabellenführung in der 3. Liga zurückerobert. Die Niedersachsen gewann durch die Tore von Farrona Pulido (36.) und Agu (74.) nach dem Rückstand durch Kaufmann (31.) mit 2:1 und profitierten vom 1:1 des Karlsruher SC gegen Braunschweig. Osnabrück führt mit 41 Punkten vor Karlsruhe (39) und Uerdingen (37).

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