100 Flüchtlinge verlassen Herford
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Auch Kinder sind unter den Flüchtlingen, die am Wochenende überraschend in Herford unterbracht wurden. Helfer konnten in den Häusern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mittlerweile ein Spielzimmer einrichten.
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„Sie werden nicht abgeschoben, sondern nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg auf andere Unterkünfte verteilt“, betonte Petra Stender von der Stadt Herford. Die Menschen kommen unter anderem aus dem Irak, Syrien und Afghanistan. Wo die Menschen hinkommen konnte Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, am Mittwochvormittag auf Anfrage der „Glocke“ nicht sagen. „In den 17 Flüchtlingsunterkünften des Landes gibt es immer Bewegung. Dass da Menschen kommen und gehen ist Tagesgeschäft“, sagte er.

Das Müllproblem habe die Stadt lösen können, berichtet Stender. Es seien acht zusätzliche Abfallcontainer aufgestellt worden.

Betreuung sichergestellt

Die Betreuung der Flüchtlinge, die mittlerweile mit einer Erstausstattung an Kleidern versorgt sind, übernimmt ab heute die Organisation European Homecare. Zuvor hatten sich das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk sowie die Johanniter um die Menschen gekümmert.

Platzmangel: Essen auf den Betten

„Die Unterkünfte, in denen  bis Februar dieses Jahres noch Angehörige der britischen Armee gelebt haben, sind nicht für die Flüchtlingsunterbringung geeignet“, sagte Stadtbaudezernent und Krisenstabschef Dr. Peter Böhm. „Die Wohnungen sind mit Feldbetten zugestellt. Die Menschen bekommen ihr Essen vor den Häusern und müssen auf ihren Betten essen. Für Tische und Stühle ist kein Platz.“

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