32 Millionen Euro für die Region
Bild: dpa
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) investiert bis 2020 32 Millionen Euro in seine Kultureinrichtungen. Das Bild zeigt die Reinigung einer Vitrine im LWL-Museum für Archäologie in Herne.
Bild: dpa

„Was wir jetzt vorschlagen ist das Notwendige, nicht das Wünschbare für die Kultur“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb. „Die angespannte Haushaltslage zwingt uns, Prioritäten zu setzen, um rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen, Schäden an Gebäuden und Kulturgut zu vermeiden und begonnene Projekte abzuschließen.“ Das ursprünglich vorgelegte Programm mit allen geplanten Investitionen hätte mehr als 68 Millionen Euro gekostet

LWL investiert 9,5 Millionen Euro in Münster-Coerde

In Münster-Coerde soll nach den Plänen ein zentrales Sammlungsdepot (9,5 Mio. Euro) für die beiden LWL-Museen in Münster sowie für drei weitere Kultur-Einrichtungen des LWL entstehen. Das LWL-Archivamt in Münster erhält einen Magazinanbau für 2,1 Millionen Euro. Hinter dem LWL-Römermuseum in Haltern (Kreis Recklinghausen) entsteht ein archäologischer Park. Als zweiter Bauabschnitt des „Römerparks Aliso“ soll eine Mitmachbaustelle für 8,1 Millionen Euro noch mehr Besucher anziehen. Das Land soll sich mit 70 Prozent an den Kosten beteiligen.

In Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) soll die Prälatur im LWL-Museum für Klosterkultur für 3 Millionen Euro ausgebaut werden, um die Vorschriften von Brand- und Arbeitsschutz zu erfüllen. Im Textilmuseum Bocholt (Kreis Borken) wird laut Investitionsprogramm ein neuer Platz zwischen den beiden Teilen des Museums entstehen und der Eingang des Textilwerks Bocholt an einen besseren Platz auf der bisherigen Rückseite verlegt (3,1 Mio.).  Das LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage (Kreis Lippe) steht mit Sozial- und Umkleideräumen für das Personal sowie Lagerräumen im Plan (500.000 Euro). In Dortmund bekommt das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern nach den Plänen eine neue Lagerhalle für 800.000 Euro. 

Nicht realisiert werden nach dem Plänen zum Beispiel die Fertigstellung der Klosterkirche im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim oder ein Gleisanschluss der Ruhrtalbahn im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Ob Projekte in Hagen, Detmold und Bochum in der Priorität höher gestuft werden sollen, wollen die Politiker noch beraten. Die endgültige Entscheidung über das Investitionsprogramm fällt am 26. Juni im LWL-Landschaftsausschuss.

SOCIAL BOOKMARKS