50.000 Menschen singen beim „Day of Song“
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Am Samstag haben 50.000 Menschen von Unna bis Xanten beim „Day of Song“ gemeinsame Lieder angestimmt.

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Dazu stiegen 1000 pinkfarbene Luftballons in den Himmel. Einige Menschen sind berührt, andere haben Tränen in den Augen. Anschließend sangen die Menschen überall dort weiter, wo gesungen werden kann - in Museen, Industriedenkmälern, Theatern, Konzertsälen, Altenheimen und Krankenhäusern. Insgesamt standen am Wochenende mehr als 500 Gesangsveranstaltungen zwischen Unna und Xanten auf dem Plan.

Schwerpunkt ist das Singen mit Kindern

"Spaß und Mitsingen stehen dabei im Mittelpunkt", sagt Sprecherin Hella Sinnhuber. "Die Klangfarbe der Konzerte ist so vielfältig wie die Region." Im Ruhrpott habe der Gesang an Wichtigkeit gewonnen. "Ja, es gibt eine Singbewegung. Da ist Lebensfreude zu hören." Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Singen mit Kindern. Es gibt ein eigenes Liederangebot für Schulen und Kindergärten. Und auch die im Ruhrgebiet beheimatete Initiative "Kein Kind ohne Instrument" hat sich eingebracht.

Niemand widersteht dem Gesangsrausch

Alleine in Dortmund haben sich über 6000 aktive Sänger zum internationalen Gospelkirchentag zusammengefunden. Aus dem

Der "Day of Song" war schon bei der Kulturhauptstadt 2010 mit 25 000 Teilnehmern eines der erfolgreichsten Großprojekte. Die Teilnehmerzahl hat sich bei der zweiten Auflage verdoppelt.

Gesangsrausch kommt niemand raus: In einem Einkaufszentrum trugen Gospelsänger aus Deutschland, Skandinavien und den Niederlanden die Songs "Oh Happy Day", "Hallelujah" oder "Go, Tell It To the Mountain" vor. 130 Chöre treten dabei auf neun Bühnen auf. Mit dabei sind unter anderem Nina Hagen und die Vokal-Pop-Band "Wise Guys".

Revierweiter Gesangstag auch im Sauerland ein Erfolg

Auch andernorts klingt das Ruhrgebiet: Im Duisburger Theater gibt es ein Wunschkonzert, während das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen Orchesterkaraoke anbietet. Klassisch, aber katholisch wird es bei den Messfeiern zum Diözesanmusiktag in Essen, Oberhausen, Bochum, Gelsenkirchen und Schwelm. Bis tief ins Sauerland wird geträllert: Auch ein Chor aus Plettenberg schmettert mit. "Das ist einmalig in ganz Deutschland. Der Gesangsvirus hat sich längst über das Ruhrgebiet hinaus verbreitet", meint Sinnhuber.

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