58.000 Menschen besuchen Chagall-Schau
Besucher warten vor dem Picasso-Museum Münster auf Einlass in die Ausstellung „Marc Chagall - Der wache Träumer“.

„Wir sind mit der Besucherresonanz und der damit verbundenen Anerkennung unserer Ausstellung mehr als zufrieden“, resümiert Andrea Hagemann, kaufmännischer Vorstand im Picasso-Museum. Das Interesse an der Schau mit 120 Gemälden, Zeichnungen und farbigen Grafiken des französischen Ausnahmekünstlers  nahm seit der Eröffnung stetig zu.

Eigens 20 Mitarbeiter eingestellt

„Im Jahresvergleich können wir den stärksten Januar seit der Museumsöffnung 2000 verzeichnen.“ Über 700 Führungen, 7400 Schulklassenbesuche, eine gut besuchte Vortragsreihe, 7400 ausgeliehene Audioguides und mehr als 1400 Kataloge zählt das Museum zum Ende der Schau. Um den großen Ansturm gerecht zu werden, hat das Museum sein Team temporär durch 20 Mitarbeiter aufgestockt, seine Öffnungszeiten erweitert und zusätzliche öffentliche Führungen angeboten.

Publikumsliebling Chagall

„Chagall steht in der Gunst unseres Publikums auf Platz eins unter den Künstlern der Klassischen Moderne“, so Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Warum das so ist, darüber kann man bestenfalls auf hohem Niveau spekulieren: Er ist der größte Farbkünstler des 20. Jahrhunderts, was Picasso neidlos anerkannte. Er verband Religionen und verschiedene Kulturkreise miteinander. Judentum und Christentum. Ost und West. Das ist nicht gerade wenig. Über eine vierte Chagall-Ausstellung sollte man nachdenken.“

In den kommenden Tagen widmet sich das Picasso-Team dem Abbau der Chagall-Ausstellung. Die Kunstwerke reisen zurück in ihre französische Heimat und machen Platz für zwei neue Präsentationen. Bereits ab 2. Februar 2019 steht mit „Ein Fest für die Augen – Eine Privatsammlung“ eine Crossover-Ausstellung auf dem Programm, die den künstlerischen Bogen von schwarzafrikanischer Stammeskunst bis zu zeitgenössischen Positionen spannt. Parallel dazu zeigt das Museum einen spöttischen Chronisten des modernen Massenzeitalters in der Schau „Honoré Daumier – Eine menschliche Komödie“.

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