80 Windräder werden in Lichtenau gebaut
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Grüne Energie: Windräder des Windparks Schöneseiffen drehen sich in der Nähe von Gemünd in der Eifel. Bis 2020 sollen nach dem Willen der rot-grünen NRW-Landesregierung 15 Prozent des Stroms mit Windenergie produziert werden. Das wäre viermal mehr als heute.
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Die neuen, bis zu 200 Meter hohen Anlagen werden einige der etwa 100 bestehenden Rotoren ersetzen, jedoch werden auch Masten in den ausgewiesenen Windparks der Stadt neu hinzukommen. Ziel ist es, dass etwa ein Fünftel des Stroms, der im Kreis Paderborn verbraucht wird, künftig in Lichtenau produziert wird, erklärt Bürgermeister Josef Hartmann (SPD). Mehrere Windkraftunternehmen investieren rund 380 Millionen Euro in Lichtenau.

Schwerlasttransporte nur in der Nacht

Die umfangreichen Bauarbeiten mit Schwertransporten sind bereits angelaufen, teilweise mussten Feldwege für die polizeilich begleiteten Konvois verbreitert werden. Die Schwerlasttransporte für die Windanlagen erfolgen ausschließlich nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens in den vier Nächten zwischen Montag und Freitag. Sie werden von der Polizei begleitet und werden in Konvois zu mehreren LKW organisiert.

Lichtenau hat bereits früh auf die Windenergie gesetzt. Schon Mitte der 1990er Jahre eröffnete im Ortsteil Asseln der damals größte Binnenwindpark Europas. Mit ihren 15 Dörfern ist die Stadt mit 192 Quadratkilometern eine der größten Flächengemeinden Nordrhein-Westfalens und zählt 11.540 Einwohner.

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