„Absolute Erlösung“ auf der Bielefelder Alm
Foto: Friso Gentsch/dpa
Nach dem 1:0 der Arminen gegen Hertha BSC Berlin am Sonntagabend auf der Bielefelder Alm freuen sich (v. l.) Kapitän Fabian Klos, Bielefelds Torschütze Reinhold Yabo und Jacob Barrett Laursen.
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Dabei habe man doch „in den letzten Wochen den Eindruck gewinnen können, dass wir abgeschlagen Letzter sind“, fügte der Liebling der Fans hinzu. 

In der Tat schob sich der Aufsteiger durch den verdienten Erfolg auf Rang 15, der am Saisonende zur Rettung reichen würde. Und kann den Blick nun sogar noch etwas nach oben richten. „Man kann schon auch sagen, dass wir den Anschluss hergestellt haben“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. Die nächsten Gegner Hoffenheim, Bremen und die geschlagenen Berliner sind alle maximal drei Punkte entfernt.

Auch für Neuhaus waren das erste Bundesliga-Tor von Reinhold Yabo (64.) und der Sieg „eine absolute Erlösung. Selten waren die letzten 15 Minuten so lange. Zwischendurch kam es mir vor, als würde die Zeit stehenbleiben.“

Doch der Grund für den Sieg lag auf der Hand: Mentalität. Während die Hertha-Spieler „mangelnden Willen“ monierten, stellte Neuhaus zufrieden fest: „Wir haben sie niedergekämpft. Das gibt Mut und Vertrauen. Aber wir sind noch nicht über den Berg.“

Vor allem wegen der schwächsten Offensive der Liga mit nun erst zehn Toren aus 15 Spielen. „Es ist klar, dass wir uns da verbessern müssen“, sagte der Trainer: „Aber wenn wir am Ende der Saison 22 Tore haben und dafür 38 Punkte, ist es mir auch wurscht.“

Eine besondere Bestätigung erhielt Klos, der mit mehr als 33 km/h den schnellsten Sprint des Spiels hinlegte. „Eigentlich bin ich am schnellsten müde“, scherzte der 33-Jährige und ergänzte ernsthaft: „Es wird oft gesagt, ich sei nicht so schnell. Das verfolgt mich schon die ganze Karriere. Aber das ist ein Trugschluss.“

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