Ärztekammer: Implantate besser kontrollieren 
Um Patientinnen die Unsicherheit bezüglich peiswerter Brustimplantate aus Silikon zu nehmen, fordert die Ärztekammer Westfalen-Lippe strengere Kontrollen.

 Bisherige Prüfverfahren reichten nicht aus. Außerdem sei ein bundesweites Register nötig, „das den Verbleib von Implantaten und Endoprothesen dokumentiert“, fügte Windhorst hinzu.

So könnten nicht nur Patienten mit Brustimplantaten Unsicherheiten genommen werden, sondern auch solchen mit anderen Implantaten wie Gelenkprothesen und Herzschrittmachern.

Nach Windhorsts Einschätzung lässt sich die Qualität auf dem Markt für Medizinprodukte nur durch eine starke Institution nach dem Vorbild der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) regulieren. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe solche Möglichkeiten leider noch nicht. „In diesem Punkt ist der Gesetzgeber gefordert, umfassende Kompetenzen zu schaffen: Es ist ein Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge, dass Medizinprodukte auch halten, was sie versprechen“, verlangte der Kammerpräsident.

Windhorst hält eine verpflichtende gesetzliche Regelung für erforderlich. Patienten müssten gewiss sein können, dass sie im Falle eines Falles schnell und zuverlässig Klarheit über ihre Situation bekommen. „Dazu müssen die Daten, welches Medizinprodukt sie erhalten haben, rasch verfügbar sein.“

 

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