Agravis profitiert von Getreidepreisen
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Europas zweitgrößter Agrarhändler Agravis will in Osteuropa Fuß fassen.
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Die Erlöse stiegen 2012 um über 9 Prozent auf eine Bestmarke von 7,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Münster berichtete. Der Vorsteuergewinn lag mit 49,8 Millionen Euro um 3 Prozent über dem Vorjahr (48,2 Millionen Euro).

Diese Summe ist der höchste Wert seit der Gründung der Agravis im Jahr 2004.

Zum Erfolg hätten im vergangenen Jahr auch neue Kooperationen und Zukäufe beigetragen, sagte Vorstandschef Clemens Große Frie. Agravis war 2012 eine Partnerschaft mit der dänischen DLA Group eingegangen und hatte den spanischen Anbieter von Tier-Medikamenten, Invesa, übernommen. Zusammen mit den Dänen will Agravis Märkte im Baltikum und Osteuropa erschließen.

„Weiter im Wachstumsmodus“

Zum laufenden Jahr sagte Große Frie: „Wir sind weiter im Wachstumsmodus.“ Bei den Ernten erwartet er eine Mengensteigerung von zehn Prozent. Er kündigte Investitionen von rund 70 Millionen Euro an. Die größten Einzelvorhaben sind der Bau eines neuen Getreidelagers in Kyritz (Brandenburg), neue Niederlassungen in Lüneburg und Walsrode (Niedersachsen) und ein Neubau auf dem Grundstück der Unternehmenszentrale in Münster.

Vom Skandal um verschimmelten Futtermais ist Agravis nach Angaben von Große Frie nicht betroffen. „Wir haben keinen Mais aus Serbien eingekauft.“ Das Frühwarnsystem habe funktioniert. „Wir haben an dieser Stelle sicherlich auch Glück gehabt“, sagte der Agravis-Chef.

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