Aktion gegen Weihnachten am Rastplatz
Bild: dpa
Mehrsprachige Informationen zum Lkw-Fahrverbot an den Weihnachtsfeiertagen verteilt die Polizei.
Bild: dpa

Als der Fahrer sich zu Becker umdreht, zeigt der Beamte auf das Papier. „Zuhause“, antwortet der 24-jährige Fahrer und strahlt. Das ist nicht der Regelfall, weiß Becker. Wegen des in Deutschland geltenden Lkw-Fahrverbots an Feiertagen würden Jahr für Jahr etliche Fernfahrer die Weihnachtstage an deutschen Rastplätzen verbringen.

Schon den ganzen Tag ist Becker an Raststätten der Autobahnen 1 und 2 in NRW unterwegs. An den Parkplätzen spricht der Polizeihauptkommissar osteuropäische Fahrer an und informiert sie über das Fahrverbot.

Die meisten seien gar nicht davon überrascht, dass sie die Feiertage wohl in ihrem Lkw verbringen müssen, sagt Becker. Am Rasthof Bottrop etwa hatte er drei Fahrer aus der Ukraine getroffen. Keiner der Männer wird Weihnachten bei der Familie sein. „Das ist von den Unternehmen so geplant. Denn es ist zu teuer, die Fahrer nach Hause zu holen“, vermutet der Polizist. Die Mitarbeiter werden also mit den Fahrzeugen über Weihnachten auf dem Rasthof „geparkt“, bis der nächste Auftrag ansteht.

In diesem Jahr dauert die Zwangspause besonders lange, wie Peter Feucht, stellvertretender Vorsitzender des Bundes Deutscher Berufs-Kraftfahrer, erläutert: Denn auf den zweiten Weihnachtstag folge ein Sonntag – auch da herrsche Fahrverbot.

Wie es den Fahrern aus Nord-, West- und Südeuropa, mit wie vielen Gestrandeten Hauptkommissar Becker rechnet und wie die Autobahnpolizei die Fahrer aufmuntern möchte, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS