Als Diabetiker sicher Sport treiben
Unter Anleitung von Physiotherapeut Alvaro Lilo absolviert der Diabetiker Marcus Mannchen im Mindener Fitnessstudio Relax Kraft- und Beweglichkeitsübungen.

Als Projektleiter in der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Sport“ der Deutschen Diabetes-Gesellschaft war der gebürtige Herzebrock-Clarholzer maßgeblich an der Erarbeitung der Kriterien für das Gütesiegel beteiligt. Um es zu erhalten, müssen Fitnessstudios zusätzliche Qualifikationen im Rehabilitationssport und beim medizinischen Thema Diabetes vorweisen.

Diabetologe und Sportmedizi-
ner Dr. Meinolf Behrens.

Seit neun Jahren ist Behrens (45) als Diabetologe und Sportmediziner am Diabeteszentrum Minden-Porta tätig. Zuvor arbeitete er einige Jahre als Oberarzt am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Die langjährige Erfahrung hat den Facharzt eines gelehrt: „Menschen mit Diabetes benötigen Sicherheit beim Sport.“

Mag dieser Faktor bei niederschwelligen Angeboten noch zu vernachlässigen sein, so gewinnt er mit zunehmender sportlicher Aktivität an Bedeutung. „Ich hatte einige Patienten, die intensiver Sport treiben wollten, sich aber unsicher fühlten“, erläutert Behrens. Mit ihnen besuchte der Mediziner Fitnessstudios auf. Auf Diabetiker ausgerichtete Trainingsprogramme fand er nicht vor.

Da Diabetes-Patienten beim Sport aber ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, reifte in Behrens die Überzeugung, „dass wir richtige Qualitätsstandards benötigen“. Die Geburtsstunde des neu geschaffenen Gütesiegels „Fitness-Training für Diabetiker“ hatte geschlagen.

Warum Sport für Diabetiker so wichtig ist, wie Erkrankte trainieren sollten und was eine Zertifizierung von Fitnessstudios bringt, lesen Sie in der morgigen Ausgabe der „Glocke“.

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