Angriffe auf Schiedsrichter: Fußballkreis greift durch
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Im Amateur-Fußball sind Schiedsrichter immer wieder Opfer von verbaler oder tätlicher Gewalt. Im Kreis Siegen-Wittgenstein sollen die Unparteiischen nun besser geschützt werden. 
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Wie der WDR berichtet, soll unsportliches Verhalten gegenüber Unparteiischen künftig stärker geahndet werden. Konkret heißt das: Wenn ein Schiedsrichter attackiert oder beleidigt wird, soll die Strafe nicht unter 500 Euro liegen.

Grenzen werden häufig überschritten

In einem Beitrag erklärt Andreas Kornmann vom Kreisschiedsrichterausschuss Siegen-Wittgenstein, dass man sich am oberen Rand der Bestrafung bewegen wolle. Er sagt zwar, dass Fußball ein Sport sei, „bei dem nicht nur nette Worte fallen. Aber es gibt Grenzen, die überschritten werden“. Diese Grenzen würden häufig im sexistischen Bereich überschritten.



Um mehr Ruhe auf und neben dem Platz zu haben, hat sich der Fußballkreis zu einer weiteren Maßnahme entschlossen. Es sollen bei jedem Spiel zwei Ordner im Einsatz sein. Das gilt auch für Spiele in den untersten Ligen. Die Ordner begleiten den Referee unter anderem in der Halbzeit in die Kabine und nach dem Spiel bis zum Auto.

Verein setzt noch weiteres Zeichen

Ein Verein aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein hat diesbezüglich schon ein Zeichen gesetzt. Der 1. FC Dautenbach. Dort wurde ein Verhaltenskodex eingeführt. Dieser sieht unter anderem vor, dass Schiedsrichter und auch gegnerische Spieler mit mehr Respekt begegnet werden.

 

Wer sich nicht an den Kodex hält, wird bestraft und das drastisch. Dauterbach-Trainer Harald Göllner sagt in dem Beitrag, dass Spieler, die sich daneben benehmen, aus dem Verein ausgeschlossen werden sollen.

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