Anklage gegen SS-Wachmann aus Kreis Borken
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Ein 93 Jahre alter Mann aus dem Kreis Borken muss sich wegen der Beihilfe zum Mord in mehr als hundert Fällen im KZ Stutthoff bei Danzig verantworten. Er soll als SS-Wachmann von den Tötungen gewusst haben.
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Der ehemalige SS-Sturmmann aus dem Kreis Borken soll im Juni 1942 ins KZ Stuffhoff versetzt worden sein, heißt es aus Justiz-Kreisen. Er soll demnach bis 1944 an den Ermordungen jüdischer und polnischer KZ-Häftlinge beteiligt gewesen sein.

Bis zum September 1944 war er einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund als Mitglied der 3. Kompanie des SS-Totenkopfsturmbanns sowohl für die Bewachung des Lagers als auch die Begleitung und Beaufsichtigung der Arbeitskommandos außerhalb des Lagers zuständig.

Männer sollen von Tötungen im Lager gewusst haben

Mehrere Hundert Menschen wurden den Schilderungen der Staatsanwaltschaft Dortmund zufolge in dem Lager brutal ermordet. Laut Anklageschrift sollen der Mann aus dem Kreis Borken und der Wuppertaler von den Tötungen gewusst haben.

Weil sie zum Zeitpunkt der Taten noch jünger als 21 Jahre alt waren, muss die Große Auswärtiger Strafkammer des Landegerichts Münster beim Amtsgericht Bocholt als Jugendkammer über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.

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