Anonymer Brief liefert neue Hinweise

Kurz vor Erreichen der Verjährungsfrist hat es neue Hinweise auf einen tödlichen Verkehrsunfall in Witten in der Halloween-Nacht vor fünf Jahren gegeben.

Handschriftlich habe der Absender auf drei Seiten Namen und eindeutige Hinweise auf das Umfeld des Unfallfahrers gegeben, berichtete Polizeisprecher Volker Schütte am Montag. Er hofft nun, dass derjenige dadurch aus der Reserve gelockt wird. „Die Eltern des Opfers möchten endlich einen Schlussstrich ziehen. Und wissen, was genau passiert ist in der Nacht“, sagte Schütte. Ob das anonyme Schreiben die Verjährungsfrist aufhebt, werde noch geprüft.

Das damalige Unfallopfer, ein 20-jähriger Mann, war am frühen Morgen auf dem Heimweg von einer Halloween-Party überfahren und ohne Hilfe zurückgelassen worden. Eine Krankenschwester fand den Toten auf dem Weg liegend. Mehrere Monate lang fahndete die Polizei vergeblich. In mehr als 400 Wittener Haushalten wurde nach Hinweisen gefragt, mehr als 2500 Autos wurden überprüft, rund 15 000 Handy-Verbindungsdaten aus der Tatnacht rund um den Unfallort ausgewertet. Trotz einer Belohnung und eines Zeugenaufrufs 2014 bei „Aktenzeichen XY“ ist der Fahrer des Unfallautos der Polizei bis heute unbekannt.

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