Antonius Tillmann führt OWL-Landwirte
Bild: WLV
WLV-Präsident Hubertus Beringmeier (v. r.) gratulierte dem neuen OWL-Bezirksvorsitzenden Antonius Tillmann und dessem Stellvertreter Rainer Meyer.
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Beringmeier legte sein Amt freiwillig nieder. Er war am 17. Februar zum neuen Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) gewählt worden.

Ursprünglicher Wahltermin wegen Corona abgesagt

Die jetzige Wahl fand am Dienstagabend in Herford statt. Eigentlich sollte sie schon Anfang April abgehalten werden, musste aber aufgrund von Corona abgesagt werden. Zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksverbands wurde in der Sitzung Rainer Meyer (58) aus Bad Oeynhausen (Kreis Minden-Lübbecke) gewählt. Er beerbet damit Tillmann, der dieses Amt seit 2018 innehatte.

Beringmeier und auch WLV-Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier (Enger, Kreis Herford) gratulierten am Abend de Bezirksverbandsvorsitzenden und erklärten, dass es lohne, sich im Ehrenamt für die Bauernfamilien einzusetzen. Beringmeier bedankte sich besonders bei Tillmann für seine hervorragende zweijährige Zusammenarbeit mit ihm als Bezirksverbands-Stellvertreter. Weiter dankte er Tillmann und Meyer ausdrücklich für ihren berufsständischen Einsatz.

Für kommende Generationen handeln

„Für mich ist der Beruf des Landwirts einer der schönsten Berufe der Welt. Mir liegt es am Herzen, dass auch unsere nachfolgenden Generationen hier in OWL noch Landwirtschaft betreiben können. So setze ich mich ehrenamtlich für den grünen Berufsstand ein, damit auch unsere Kinder diesen Beruf noch ausüben können“, sagte Tillmann in seiner Rede. Für ihn sei es eine Investition in die Zukunft.

Tillmann bewirtschaftet mit Sohn Peter einen Milchvieh- und Schweinebetrieb in Warburg-Bonenburg. Sie haben in den vergangenen Jahren in die Milchkuhhaltung, in mehr Tierwohl und Kuhkomfort, investiert. Zwei Melkroboter wurden Anfang März in Betrieb genommen und damit ein Schritt in die Zukunft getan.

„Landwirtschaft besonders systemrelevant“

„Es gibt viele Herausforderungen, die wir in den nächsten Jahren offensiv angehen müssen“, sagte Rainer Meyer. Er bewirtschaftet einen Hof mit Schweinemast sowie Ackerbau und ist Mitbetreiber einer Biogasanlage.

„Wir sind besorgt, dass wir Bauern immer weiter in den Schraubstock zwischen den Märkten, der Marktmacht der Handelsketten und den Vorgaben der Politik geraten“, so Meyer und er gab zu bedenken: Die besondere Rolle und die Systemrelevanz der Land- und Ernährungswirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung sei gerade in den vergangenen Wochen deutlich geworden.

„Landwirtschaft ist nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie systemrelevant, sie wird es immer bleiben", untermauerte Tillmann und forderte: Diese Lehren aus der Corona-Krise müssten in der deutschen und europäischen Agrarpolitik unabdingbar einfließen.

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