Anwalt: Loveparade-Anklage nicht sicher
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Bei der Massenpanik während der Loveparade 2010 in Duisburg kamen 21 Menschen ums Leben.
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Feltes (kl. Bild) vertritt den Angehörigen eines Todesopfers der Loveparade-Katastrophe im Juli 2010 in strafrechtlichen Belangen. "Für eine Verurteilung muss ich zweifelsfrei nachweisen, dass die Person wesentlich zum Tod oder zu Verletzungen beigetragen hat", so Feltes. Aufgrund der komplexen Kette von Ereignissen bei der Katastrophe sei diese Beweisführung äußerst schwierig. Er selbst habe seinen Mandanten daher auf die Möglichkeit vorbereitet, dass es gar nicht zur Anklage kommen werde.

Aufklärungsinteresse riesig

Ein Strafverfahren sei nicht dazu da, Ereignisse aufzuklären, sondern individuelle strafrechtlich-relevante Schuld festzustellen, so Feltes weiter. "Wird das Verfahren eingestellt, kann man daraus keine politische oder moralische Unschuld ableiten." Das Aufklärungsinteresse der Angehörigen bleibe daher riesig. Feltes forderte die Einsetzung eines unabhängigen Untersuchungsausschusses. "Das ist der einzig mögliche Weg, auch politische Verantwortlichkeiten zu klären. Welche Rolle spielten Polizei, Innenminister und Duisburger Stadtspitze? Solche Fragen könnten in einem solchen Ausschuss am besten geklärt werden."  Ein halbes Jahr nach dem Unglück hatte der Düsseldorfer Landtag einen Untersuchungsausschuss mit Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren abgelehnt.

Ermittlungen gegen 15 Beschuldigte

Bei dem Technofest in Duisburg am 24. Juli 2010 war eine Massenpanik ausgebrochen. 21 Menschen kamen ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Anklage hat die Behörde noch nicht erhoben. Sie macht keine Angaben dazu, wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen zu rechnen ist.

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