Apothekensterben in Westfalen geht weiter
In Westfalen-Lippe gab es zum Jahreswechsel 1924 Apotheken, 49 weniger als ein Jahr zuvor.

Seit dem Höchststand 1992 mit 2274 Apotheken in der Region hat es einen Rückgang um mehr als 15 Prozent gegeben. Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der AKWL, sieht dadurch erste Auswirkungen auf eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln: „In einigen Regionen und Städten wird die Luft allmählich dünner. Dass in Westfalen-Lippe inzwischen 350 Apotheken für immer vom Netz gegangen sind, macht sich natürlich bemerkbar.“

Die stärksten Rückgänge gab es 2018 in den Städten Dortmund (sechs Apothekenschließungen), Bielefeld (vier Schließungen) und Münster (drei Schließungen), gefolgt von Hagen, Hattingen, Marl, Rahden und Witten mit jeweils zwei Schließungen. Gründe für die Schließungen seien nach Angaben der AKWL unter anderen die zunehmende Konkurrenz durch ausländische Versender über das Internet. Aber auch die Konzentration von Medizinern in Ärztezentren spiele eine Rolle

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