Archäologen zeigen Legionärs-Dolch
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Den 2000 Jahre alten Dolch und Waffengürtel eines römischen Legionärs haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag in Münster präsentiert. Der Fund stammt aus einem Gräberfeld in Haltern am See.
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Die restaurierten Stücke stellte die Experten am Freitag in Münster vor. „Der Dolch aus Haltern zählt den bedeutendsten Funden seiner Gattung in Europa", sagte LWL-Chefarchäologe Michael Maria Rind. Das Besondere sei die Kombination aus vollständig erhaltener Klinge, Scheide und Wehrgürtel.

Die Bewohner des römischen Militärlagers bestatteten ihre Toten in Urnengräbern - eigentlich ohne Grabbeilagen. „Ein zufälliger Verlust der kostbaren Waffe samt Gürtel an dieser Stelle scheint unwahrscheinlich“, sagte LWL-Römerexpertin Bettina Tremmel bei der Präsentation. Von daher bleibt der Fund für die Experten an dieser Stelle etwas rätselhaft.

Bereits 1967 wurde ein vergleichbarer Dolch in Haltern gefunden, allerdings im Hauptlager der Römer und nicht in einem Gräberfeld.

Wegen neuer Wohnbebauung wird derzeit in Haltern im Bereich von römischen Gräberfeldern das Erdreich gesichtet. Die Archäologen des LWL sprechen vom Quäntchen Glück, dass man bei solchen Grabungen haben müsse.

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