Arminia 3:1 gegen Chemnitz - Preußen 0:1
Bild: Dünhölter
Riesenjubel bei Trainer Stefan Krämer und Patrick Schönfeld nach dem 3:1-Sieg gegen Chemnitz.
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Bielefelds Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt vier Spieltage vor Saisonende jetzt vier Punkte. Durchatmen. Dabei hatte es gegen den in diesem Jahr noch ungeschlagenen Gast aus Chemnitz zunächst gar nicht gut ausgesehen. Doch nach dem 0:1 durch Garbuschewski (15.) drehte Arminia das Spiel vor 6893 Zuschauern dank einer tollen zweiten Halbzeit.

Furiose zweite Halbzeit

Eric Agyemang veredelte die herrliche Vorarbeit von Patrick Schönfeld, der gleich fünf Chemnitzer ausspielte und dann ablegte, in der 50. Minute zum 1:1. Dann sorgte ein Doppelschlag für Riesenjubel in der Schüco-Arena. Zunächst hämmerte Manuel Hornig einen Freistoß volley zur 2:1-Führung in die Maschen (77.), nur eine Minute später erzielte Sebastian Hille das 3:1 – die Entscheidung.

Kämpfen, kratzen, beißen: Mit eindringlichen Worten hatte Krämer seine Mannschaft auf die Wochen der Wahrheit im Abstiegskampf eingeschworen – und einige Umstellungen vorgenommen. Für den rotgesperrten Fabian Klos stürmte Eric Agyemang. Den offenbar wechselwilligen Spielmacher Marc Rzatkowski, der mit dem Zweitligisten SC Paderborn in Verbindung gebracht wird, ließ Arminias Trainer zunächst draußen, dafür spielte Patrick Schönfeld. Und Abwehrchef Thomas Hübener kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück in die Innenverteidigung. Arminia begann schwungvoll, bemüht, engagiert, aber zunächst ohne Erfolg. Nach dem frühen Rückstand sah es nicht gut aus für die Ostwestfalen, doch dann drehten sie mächtig auf und verdienten sich den Dreier.

Münster in Burghausen zu harmlos

Außer Spesen nichts gewesen hieß es für Preußen Münster: Die lange Anreise an die österreichische Grenze ins knapp 750 Kilometer entfernte Burghausen endete für den Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster mit einem sportlichen Rückschlag. Beim Aufstiegskandidaten Wacker kassierte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev am Mittwochabend mit einer Not-Elf die fast erwartete Niederlage. 0:1 hieß es nach 90 Minuten, das entscheidende Tor erzielte Fabian Aupperle in der 32. Minute nach einer Ecke von Mokhtari.

Dotchev krempelte seine Mannschaft kräftig um, mit Rekonvaleszent Ndjeng, Heise Daghfous, Ornatelli, Grote, Torhüter Schulze Niehues und Schmider standen im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Erfurt gleich sieben Neue in der Startelf. Königs, Vunguidica und Kluft wurden zunächst geschont, kamen erst in der Schlussphase, konnten die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Die Preußen spielten ordentlich mit, blieben im Spiel nach vorne aber zu harmlos.

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