Arminias Trainer vom Team überzeugt
Bild: Dünhölter
 In der Kritik: Die Luft wird für Bielefelds Trainer Markus von Ahlen (vorne) und Sportchef Samir Arabi dünner. Großsponsor Gerhard Weber stellte allerdings klar, dass die Partie am Samstag in Regensburg für die beiden keinen Endspiel-Charakter hat.
Bild: Dünhölter

Vor dem Spiel am Samstag beim Tabellenführer Regensburg erklärte der massiv in der Kritik stehende 40-jährige Ex-Profi (38 Bundesliga- und 149 Zweitligaspiele) die missliche Situation, warum was falsch gelaufen ist und was schnell besser werden muss.

„Die Glocke“: Haben Sie sich Ihren ersten Cheftrainerjob im Seniorenbereich einfacher vorgestellt?

von Ahlen: Nein. Mir war von Anfang an klar, dass es in Bielefeld eine schwierige Aufgabe wird. Der Fehlstart macht es jetzt nicht gerade einfacher.

„Die Glocke“: Woran liegt es, dass kaum etwas zusammenläuft. Nominell ist die Mannschaft nicht schlecht besetzt.

von Ahlen: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Wir haben eine fast komplett neue Mannschaft, 19 Spieler sind im Sommer gekommen. Das muss sich alles erst finden. Hinzu kamen einige Verletzungssorgen und natürlich zu viele Rote Karten, die uns das Leben zusätzlich schwer gemacht haben. Außerdem waren wir in den einzelnen Spielen nicht vom Glück verfolgt, was aber keine Ausrede sein soll. Grundsätzlich: Ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt.

„Die Glocke“: Nicht wenige im Umfeld des DSC sind von Ihrer Arbeit weniger überzeugt und fordern Ihre Ablösung. Es hieß, das Spiel in Regensburg sei für Sie ein Endspiel, auch wenn Großsponsor Gerhard Weber das mittlerweile dementierte.

von Ahlen: Ich weiß, dass wir sportlich unter den Erwartungen geblieben sind. Ich gebe Vollgas und arbeite Tag und Nacht für den Verein. Über meine Zukunft entscheide allerdings nicht ich.

„Die Glocke“: Was konkret muss schnell besser werden?

von Ahlen: Wir haben Defizite im Spiel gegen den Ball, da müssen wir aggressiver werden und natürlich dynamischer nach vorne spielen. Diese Qualität, die wir uns in der Vorbereitung mühselig erarbeitet hatten, ist uns zuletzt abhanden gekommen. Das lag auch daran, dass wir zuletzt drei englische Wochen hatten und zwischen Spiel und Regeneration kaum inhaltlich arbeiten konnten. Deshalb sehne ich die zweiwöchige Pause nach dem Regensburg-Spiel herbei.

„Die Glocke“: Was erwarten Sie vom Spiel beim Tabellenführer?

von Ahlen: Wir wollen punkten, deshalb fahren wir dorthin.

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