Ausländische Ärzte fallen beim Deutschtest durch
Bild: dpa

Mehr als jeder dritte ausländische Arzt fällt bei der geforderten Fachsprachen-Prüfung allerdings durch.

Bild: dpa

Demnach liegt die Quote der Durchfaller bei rund 35 Prozent.

Der Chef der Ärztevereinigung Marburger Bund, Rudolf Henke, hat beklagt, viele Krankenhäuser würden zwar aktiv Mediziner im Ausland anwerben, sich dann aber „nicht oder nur wenig um deren sprachliche Ausbildung kümmern“. Die Krankenhausträger wollten häufig nur vakante Stellen schnell besetzen. Das Ministerium sieht noch andere Gründe für die hohe Durchfallquote: Kandidaten würden sich schlecht einschätzen, bereiteten sich wenig vor und verfügten trotz Zertifikats über schlechte Grundsprachkenntnisse.

Diese Ansicht teilt auch Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe: „Ich glaube, dass viele Kandidaten nicht wissen, worauf sie sich einlassen und sich überschätzen.“

Die Zuständigkeit für die Tests liegt seit 2014 nicht mehr bei den Bezirksregierungen, sondern bei den Ärztekammern. Mit diesem Schritt wurden auch die Anforderungen angehoben und vereinheitlicht. Die Ärztekammern müssen nicht nur Hörverstehen und Sprachfertigkeit, sondern auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit der Mediziner prüfen. Zur Berufsanerkennung müssen die Ärzte außerdem ein simuliertes Patientengespräch absolvieren.

SOCIAL BOOKMARKS