Bahr wirbt in Münster für Organspende
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Jeder kann zum Lebensretter werden - wenn er Organspender ist: Diese Botschaft verbreitete Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Donnerstag in Münster. Auch seinen eigenen Organspendeausweis hatte er dabei.
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„Es ist mir ein Herzensanliegen, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass sie nach einem Hirntod mit ihren Organen Leben retten können“, sagte Bahr, der am Donnerstag in Münster die Informationstour „Organpaten werden“ begleitete.

Bis Samstag Station am Stadthaus

Mit der Ausstellung, die den Ablauf einer Organtransplantation erklärt, per Computersimulation einen Einblick in den Körper gibt und persönliche Gespräche mit geschulten Mitarbeitern ermöglicht, tourt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zurzeit durch sechs deutsche Städte. In Münster macht sie im Stadthaus 1 noch bis Samstag Station, dem 30. bundesweiten Tag der Organspende.

Schwierige Frage belastet Angehörige

„Wer sich zu Lebzeiten nicht bewusst für die Organspende entscheidet, belastet mit dieser schwierigen Frage zusätzlich seine Angehörigen. Auf diese Weise gehen viele Organe für diejenigen verloren, die dringend auf eine Spende angewiesen sind“, sagte Bahr. Über alle Parteigrenzen hinweg habe man sich deshalb im Bundestag dafür entschieden, dass jeder Krankenversicherte künftig festlegen soll, ob er Organe spenden will oder nicht.

„Es geht darum, nicht locker zu lassen“

12 000 Menschen warten zurzeit allein in Deutschland auf ein neues Herz, eine neue Niere oder Leber. „Täglich müssen drei Patienten von dieser Liste gestrichen werden, weil sie sterben, bevor es zu einer Transplantation kommt“, sagte Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. 25 Prozent der Deutschen haben einen Organspendeausweis. „Ob sich diese Quote nun erhöht, kann niemand sagen. Es geht darum, nicht locker zu lassen, aber auch jedem die Zeit zu geben, die er für seine Entscheidung braucht“, so Bahr.

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