Bande soll 43 Einbrüche verübt haben
Zehn Angeklagte stehen seit Montag vor dem Bochumer Landgericht. Sie sollen zu einer Einbrecherbande gehören.

Zum Prozessauftakt hat sich noch keiner der Angeklagten zu den Vorwürfen geäußert. Die Einbruch-Serie begann im Februar 2014 und endete im Oktober mit einer bundesweiten Festnahmewelle. Sechs der zehn Angeklagten wohnten bei Bamberg, die anderen Wohnorte lagen in Nordrhein-Westfalen. Alle 22 bis 32 Jahre alten Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Eine Augenzeugin hatte den ersten Hinweis gegeben. Die Frau hatte einen Einbruchversuch im nordrhein-westfälischen Herten beobachtet und die Polizei alarmiert. Daraufhin wurde laut Staatsanwaltschaft umfangreich überwacht, Autos wurden mit Peilsendern ausgestattet, Telefone abgehört. In der Anklage sind 43 Taten aufgelistet, darunter viele Einbrüche in Apotheken.

Weil die Männer häufig ganze Tresore mitgenommen haben, hatte sich die Ermittlungskommission der Polizei den Namen „EK Tresor“ gegeben. Als mutmaßlicher Kopf der Bande gilt ein 23-Jähriger, der laut Anklage sechs Alias-Namen mit unterschiedlichen Geburtsdaten und Nationalitäten benutzt haben soll. Außerdem wurde er von seinen Freunden angeblich „Leo“ gerufen.

Für das Bochumer Landgericht ist der Prozess wegen vielen Beteiligten eine echte Herausforderung: Neben den 10 Angeklagten sitzen 20 Verteidiger und 10 Dolmetscher auf der Anklagebank. Außerdem waren zum Prozessauftakt 20 Wachtmeister und 2 Polizisten im Saal. Insgesamt haben die Richter für den Prozess Verhandlungstage bis in den Juni vorgesehen.

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