Batterieforschung: Münster setzt sich durch
Archivbild: dpa
Bis zu 1000 Mal werden in Münster im Labor des Batterieforschungszentrums MEET Testzellen zyklisiert, das heißt ge- und entladen. Das Land NRW hat sich für den Aufbau einer vom Bund mit 400 Millionen Euro geförderten Forschungsfabrik beworben und nun den Zuschlag erhalten
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Entscheidung der Bundesregierung für Münster als optimalen Standort für die Batterieforschungsfabrik ist ein starkes Zeichen für die Exzellenz unseres Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes und gleichzeitig Bestätigung für unsere intensive Arbeit in dem Bewerbungsprozess. Das Ergebnis zeichnet auch unsere großen Anstrengungen als Landesregierung auf dem Feld der E-Mobilität aus. Unser klares Ziel ist: Nordrhein-Westfalen soll zum Vorreiter, Antreiber und Impulsgeber der Elektromobilität werden.“

Land NRW stellt für Forschung mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung

Die Landesregierung hat die Bewerbung des Standorts Münster von Beginn an intensiv begleitet und unterstützt. Für den Aufbau und den Betrieb der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ wird das Land insgesamt mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Nordrhein-Westfalen hatte sich mit einem Forschungskonsortium unter Federführung des Münster Electrochemical Energy Technology (MEET, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) gemeinsam mit dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich beworben. Nordrhein-Westfalen stellt ein bundesweites Exzellenzzentrum in der Batteriezellforschung und Produktionstechnologie. 

„Meilenstein für Batterieentwicklung in Nordrhein-Westfalen“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie: „Das ist ein Meilenstein für die Batterieentwicklung in Nordrhein-Westfalen: Unternehmen aus dem Bundesgebiet, aber auch aus China, Südkorea, Mexiko, den Niederlanden, Belgien und Frankreich haben unsere Bewerbung unterstützt, weil sie um die herausragende Qualität des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen wissen. Klar ist, wir wollen eine Forschungsfabrik für ganz Deutschland sein und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Mitbewerbern. Nur so können wir die vielfältigen Forschungsfragen lösen, die sich rund um die Batteriefertigung für vielfältige Anwendungen stellen – sei es in der Elektromobilität, in der Logistik, in der Robotik im Haushalt oder in der Produktion.“ 

75 Unternehmen aus dem In- und Ausland hatten Bewerbung unterstützt

Die Bewerbung des Nordrhein-Westfalen-Konsortiums für die FFB war von einer breiten Welle der Unterstützung in Wissenschaft und Wirtschaft getragen worden, unter anderem hatten mehr als 75 Unternehmen aus dem In- und Ausland ihre Unterstützung für das ambitionierte Projekt in Münster bekundet. Einrichtung und Betrieb der Forschungsfertigung sollen durch die Fraunhofer-Gesellschaft erfolgen.

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