Bauern feiern in Münster WLV-Jubiläum
Bild: Gog
Zum WLV-Jubiläum im Festsaal des Rathauses in Münster trafen sich (v. l.) Karlfried Graf von Westerholt, Ururenkel des Bauernvereins-Gründers Schorlemer, der ehemalige NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg, WLV-Ehrenpräsident Franz-Josef Möllers, sein Nachfolger an der WLV-Spitze, Johannes Röring, WLV-Ehrenpräsident Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck und Brita Gräfin von Westerholt.
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Vor 250 Gästen der Festversammlung ließ WLV-Präsident Johannes Röring (53) nicht nur die Verbandsgeschichte Revue passieren, er wagte auch einen Blick nach vorn. Für die Zukunft seien die heimischen Bauern dank ihrer Leidenschaft und Wettbewerbsstärke gut gerüstet.

Europa braucht seine Bauern, stellte der aus Wien angereiste ehemalige EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler in seinem Festvortrag heraus. Die Landwirte seien unverzichtbar für die sichere Ernährung der Bevölkerung auf dem Kontinent. Vor diesem Hintergrund kränke es die Bauern, wenn sie europaweit immer wieder nur als geldgierige Subventionsjäger dargestellt würden. Dagegen könnten die Landwirte nur mit gesundem Selbstbewusstsein ankämpfen, sagte Fischler.

„Bauern helfen Bauern“

Der WLV sieht sich nach Angaben von Röring in der Pflicht, das über 150 Jahre gewachsenes Wissen um eine funktionierende Landwirtschaft weiterzugeben. Die 43000 WLV-Mitglieder engagieren sich nach dem Motto „Bauern helfen Bauern“ für den Aufbau einer nachhaltigen Landwirtschaft im Herzen des afrikanischen Staates Uganda.

Während des Jubiläumsveranstaltung in Münster überreichte Röring einen 5000-Euro-Scheck an den Koordinator des ugandischen Projektes, Denis Kabiito. Der Agrarwissenschaftler und sein Landsmann Joseph Wasswa hatten zuvor in einem leidenschaftlichen Vortrag deutlich gemacht, dass das fruchtbare Uganda eigentlich der Brotkorb Afrikas sein könnte, wenn es nur eine passende Strategie für seine Landwirtschaft hätte.

Unterstützung für den Brotkorb Afrikas

An dieser Stelle will der WLV mit seiner konkreten Hilfe für die afrikanischen Kleinbauern ansetzen. In Uganda sollen genossenschaftliche Strukturen nach dem erfolgreichen Vorbild aus Westfalen-Lippe aufgebaut werden. Von der Unterstützung der heimischen Bauern zeigten sich Kabiito und Wasswa überwältigt. Singend und trommelnd bedankten sie sich in der ansonsten von feierlichen Kammermusikklängen umrahmten Festveranstaltung für die Unterstützung.

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