Bauern rechnen mit schlechterer Ernte
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Am Tag und in der Nacht sind derzeit die Mähdrescher unterwegs. Die Bauern fahren die Ernte ein, solange das Getreide auf den Feldern noch trocken ist.
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In Westfalen und im Münsterland liegen nach Angaben des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands an einigen Orten Getreidefelder aufgrund der Unwetter flach. Aber die Niederschlagsmenge lag im Juni laut dem Deutschen Wetterdienst in Essen bei nur 46 Liter pro Quadratmeter. „Normal sind 85 Liter“, sagte ein Sprecher der Kammer in Münster. Ähnlich trocken waren auch der Mai und der April.

Viel größere Sorgen bereitet den Landwirten die Trockenheit der vergangenen Monate. „Zwei Tage Niederschlag machen da nicht mehr viel gut“, sagte die Sprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverbands, Andrea Bahrenberg, angesichts dieser Trockenheit.

Für die laufende Gerstenernte erwarten die Bauern in NRW daher nur durchschnittliche Erträge. Am Rhein ist sie schon fast vollständig eingefahren. Dort steht in den kommenden Tagen die Raps- und Weizenernte an. Auch dafür sind die Erwartungen niedrig.

In Westfalen und in Lippe hat die Gerstenernte gerade erst begonnen. Aufgrund der Trockenheit rechne man dort mit Ertragseinbußen von bis zu zehn Prozent gegenüber dem sehr guten Vorjahr, sagte eine Sprecherin des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands. Auch der Weizen bereite Sorge, wogegen der Mais während der heißen Tage gut nachgezogen habe.

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