Baustellen kommen nur bedingt schneller voran
Bild: Straßen.NRW
Während der Corona-Krise wird auf den Autobahnbaustellen weiter gearbeitet – schneller geht es trotz weniger Verkehrs aber nur bedingt voran. Das Bild zeigt die Lennetalbrücke der A45 bei Hagen bei der „Stahlhochzeit“ des zweiten Überbaus im August 2019.
Bild: Straßen.NRW

Allerdings sind die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer wesentlich geringer, teilt Straßen.NRW auf „Glocke“-Anfrage mit. Rund um Ostern könnte es mit den Bauarbeiten aber schneller voran gehen als sonst an Feiertagen üblich, weil die Reisewelle ausfällt.

Kaum Verzögerungen wegen Corona

„Noch ist es wegen der Corona-Krise nicht zu größeren Problemen auf unseren Baustellen gekommen. Wir würden gerne die verkehrsärmere Zeit nutzen, so viel zu schaffen wie möglich“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, die bis Ende März Straßen.NRW-Direktorin war. Gestern trat sie ihre Stelle als Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes an.

Straßen.NRW-Mitarbeiter weiter im Einsatz

Die Mitarbeiter der Landesbehörde Straßen.NRW sind weiterhin auf den Baustellen präsent, um die Arbeiten der beauftragten Firmen zu begleiten und zu überwachen. „Tatsächlich sind bislang nur kleinere Maßnahmen mit Hinweis auf Corona um wenige Tage verschoben worden“, berichtet Sauerwein-Braksiek.

Verkehr geht teilweise um 70 Prozent zurück

Große Baustellen lassen sich durch den starken Verkehrsrückgang auf den Autobahnen – teilweise um bis zu 70 Prozent – allerdings auch nicht schneller abwickeln, betont der Landesbetrieb. So beeinflussten mehrere Faktoren, wie schnell es vorangehe – beispielsweise das Wetter. „Der starke Regen in diesem Winter hat zu Verzögerungen geführt, weil Maschinen den aufgeweichten Boden nicht befahren konnten“, erläutert Sauerwein-Braksiek.

Weniger Sperrungen als üblich

Positiv für Autobahnfahrer ist es indes, dass es aktuell zu weniger Sperrungen kommt. So konnten am Wochenende mehrere Baumaßnahmen gebündelt auf der A1 zwischen Hagen und Wuppertal abgewickelt werden, ohne dass es zu Behinderungen kam.

Reisewelle zu Ostern fällt aus

Für die anstehenden Osterferien wurde im Land die Reisezeitverordnung ausgesetzt. Die sonst übliche Reisewelle auf den Autobahnen entfällt. Das eröffnet Straßen.NRW flexiblere Uhrzeiten an Tag und Nacht, zu denen die Bauarbeiter tätig sein dürfen. „Bestimmte Sperrzeiten, zu denen die Arbeit sonst ruhen muss, werden nun ausgesetzt“, sagt Sauerwein-Braksiek.

Baufirmen erhalten Vorauszahlungen

Um die Liquidität der Baufirmen zu sichern, plant Straßen.NRW auch, Vorauszahlungen auf noch nicht erbrachte Leistungen zu zahlen. „Ziel ist es, den Firmen Sicherheit zu geben“, betont Sauerwein-Braksiek.

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