Behandlung nach Maß für Frau und Mann
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Fehldiagnosen sind möglich, wenn Mediziner geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht berücksichtigen.
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Das kündigte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Freitag an. Die Missachtung des „kleinen Unterschieds“ führe zu Fehldiagnosen und Geldverschwendung, erläuterte Steffens.

Ziel: Wissen in Hausarztpraxen bringen

Mit dem Geld sollen 16 Projekte gefördert werden. Ziel sei es vor allem, das Wissen über die Krankheit und geschlechtsspezifische Unterschiede in die Hausarztpraxen zu bringen und Kontakte zu Experten zu vermitteln, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster, Michael Schwarzenau.

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit in Bad Lippspringe will passgenaue Rehabilitationsprogramme für Herzpatienten entwickeln. Bislang seien die Angebote noch weitgehend auf Männer in den mittleren Jahren abgestimmt, berichtete Schwarzenau.

Wechselwirkungen von Medikamenten entlarven

Ein weiteres Projekt soll mit einer elektronischen Patientenkarte erproben, wie schädliche Wechselwirkungen von Medikamenten von Apothekern besser erkannt und dokumentiert werden könnten. Die Problematik sei durch „Ärzte-Hopping“ und Selbstmedikation besonders brisant, sagte Steffens – vor allem für Frauen, da sie in der Regel mehr Pillen schlucken.

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