Bei Arbeitsagentur Provisionen ergaunert
Die Paderborner Stiftung „Bildung und Handwerk“ soll von der Agentur für Arbeit Provisionen kassiert, obwohl sie Arbeitslose nur an eine Schwesterfirma vermittelt hat.

Das berichtet der Westdeutsche Rundfunk.  Die Masche war Angaben zufolge ebenso einfach wie effektiv: Laut Paderborner Staatsanwaltschaft soll die Vermittlungsagentur "Gesellschaft für Ausbildung" Arbeitsuchende an ihre eigene Schwesterfirma "tbz-Bildung" weitergereicht haben. 51 Fälle aus den Jahren 2005 bis 2008 haben die Ermittler überprüft - bei einem Großteil gehen sie davon aus, dass es keine Vermittlungen waren.

 Viele Arbeitslose hätten sich ihren neuen Job selbst beschafft, sagt Oberstaatsanwalt Horst Rürup. Bis zu 2000 Euro Zuschuss zahlte die Agentur für Arbeit damals für jeden Vermittelten. Der Schaden liegt bei rund 80 000 Euro. In einigen Wochen wird sich laut Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung sowie zwei weitere Beschuldigte vor Gericht verantworten müssen.

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