Ben Becker legt sich mit Münsters Polizei an
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Hat Ärger mit der Polizei in Münster: Schauspieler Ben Becker.

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Zu ihm hatte der Schauspieler gesagt: „Du bist ja noch nicht mal Deutscher. Heb hier lieber die Fahrräder auf.“

Die Geschichte spielte sich laut Polizeihauptkommissar Jens Flören, Pressesprecher der Bundespolizei, gegen 12 Uhr vor dem Hotel Kaiserhof in Münster ab. Hier wohnte Ben Becker, der am Samstag eine Lesung im Theater zugunsten des Prostatazentrums des Uniklinikums gab.

Becker hielt sich laut Flören mit zwei Mitarbeitern vor dem Haus auf. Als einer von ihnen über die Straße auf zwei Beamte der Bundespolizei zuging, soll der Künstler „Das ist eine gefährliche Person!“ gerufen haben. „Die Polizisten hielten den Mitarbeiter an und forderten ihn auf sich auszuweisen“, berichtet der Pressesprecher. „Der wollte sich aber nicht ausweisen.“ Auch der Künstler habe, als er dazukam, seine Papiere nicht zeigen wollen, habe die ganze Sache ins Lächerliche gezogen und gehen wollen.

„Die Polizisten kannten Ben Becker nicht“, erläutert Flören. Sie hätten ihn an der Schulter festgehalten, um ihn daran zu hindern zu gehen. In diesem Zusammenhang sei dann auch die Beleidigung gegen den Beamten mit Migrationshintergrund gefallen. Erst später habe Becker seinen Ausweis gezeigt. „Es gibt eine Anzeige wegen groben Unfugs“, sagt der Pressesprecher, der sich fragt, warum der Künstler, als sein Mitarbeiter kontrolliert wurde, den Sachverhalt nicht sofort aufgeklärt habe. Aber er habe im Gegenteil damit gedroht, dass er die Bürgermeisterin der Stadt kenne und die BILD-Zeitung anrufen werde – was er dann auch getan haben soll.

„Sie riefen bei mir an“, bestätigt der Hauptkommissar. Der Zeitung gegenüber soll Becker gesagt haben, die Beamten in Münster hätten überreagiert, ihm den Arm auf den Rücken gedreht und mit Festnahme gedroht. „Das stimmt alles nicht nicht“, widerspricht Flören. „Er wurde nur an der Schulter festgehalten.“ „Becker kann sich jetzt auf ein empfindliches Bußgeld einstellen“, so der Hauptkommissar. Was aus der Beleidigung wird? „Der Kollege hat sich noch nicht geäußert.“

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