Bergmann und Römer sollen Verkehr regeln
Bild: dpa
Eine grüne Fußgängerampel zeigt in Duisburg einen Bergmann mit Helm auf dem Kopf und einer Lampe in der Hand. Er soll an die Geschichte des Bergbaus erinnern. Auch in Bergkamen sollen die historischen Motive künftig eingesetzt werden, geht es nach der SPD.
Bild: dpa

„Zur Verdeutlichung der Verbundenheit dieser Stadt mit den Themen Bergbau und Römerzeit bitten wir darum, Fußgängerampeln an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet mit den Motiven Bergmann beziehungsweise Römer auszustatten“, heißt es in dem Vorschlag, über den der Stadtrat am heutigen Donnerstag abstimmt. Die SPD hat dort die Mehrheit. „An passenden Stellen wäre das doch ein toller Hingucker“, sagte der Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer der Deutschen Presse-Agentur.

Den ersten rot oder grün leuchtenden Bergarbeiter mit Grubenlampe hat seit vergangenem Monat Duisburg. In Bremen regelten grüne und rote Stadtmusikanten zeitweise den Fußgängerverkehr. In Worms wurde ein Luther-Symbol zum Ampelmännchen, in Trier Karl Marx und in Mainz die Mainzelmännchen. Wesel hofft, möglichst bald Ampel-Eselchen einführen zu können.

Anderswo gab es für ähnliche Vorschläge dagegen kein grünes Licht: Das niedersächsische Verkehrsministerium untersagte Pläne für eine Rattenfänger-Ampel in Hameln. Es gebe keinen gesetzlichen Rahmen, der eine Genehmigung zuließe, hieß es dazu im Sommer. Davon will sich die SPD in Bergkamen nicht abschrecken lassen. Gibt der Stadtrat am Donnerstagabend sein Okay zu dem Prüfauftrag, soll die Verwaltung auch die rechtliche Seite ausloten, sagte Schäfer.

SOCIAL BOOKMARKS