Betrugsversuch durch „falsche Polizisten“
Die Betrüger kommen zwar nicht mit dem Streifenwagen, geben sich aber als Polizisten aus. Angeblich wollen sie zum Schutz vor Einbrechern Wertgegenstände abholen. Zahlreiche Bürger in Münster sind am Freitag durch Anrufe von Trickbetrügern verunsichert worden.

 Der falsche Polizist schildert, dass er im Rahmen von Ermittlungen gegen Einbrecher eine Liste mit 100 potentiellen Einbruchsopfern gefunden hat. Auch der Angerufene tauche auf dieser Liste auf.
Im weiteren Verlauf fordert der Anrufer sein vermeintliches Opfer auf, Wertgegenstände zu sichern und an einen Kriminalbeamten zu übergeben, der im Laufe des Tages vorbeischaut.
In einem weiteren Fall gab der falsche Polizist an, dass die Spareinlagen in der Bank-Filiale nicht mehr sicher seien, da die Ganoven auch mit Mitarbeitern der Bank zusammenarbeiten. Anschließend folgt die Forderung das Geld abzuheben und später zu Hause an die Polizei zu übergeben.
Auf Grund der zahlreichen Anrufe am Freitag kann es nicht ausgeschlossen werden, dass die Betrüger ein oder mehrere Abholteams in Münster losschicken und diese sich als Polizisten ausgeben. Die Polizei Münster warnt vor der betrügerischen Masche. Hier treiben falsche Polizisten ihr Spiel. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0251 275-0 entgegen.

Lkw-Fahrer tappt in Falle 

Opfer eines falschen Polizisten fiel ist am Freitag bereits ein 37-jähriger ausländischer Lkw-Fahrer in Viersen geworden. Der Mann hatte am Freitagmorgen auf dem Autobahnparkplatz Wolfskull an der A 52 Fahrtrichtung Düsseldorf Rast gemacht, als ein dunkler Pkw, neueres Modell Audi oder Mercedes, besetzt mit drei Personen vorfuhr. Ein Mann stieg aus und sprach den auf dem Fahrersitz sitzenden Lkw-Fahrer an. Er hielt ihm einen Ausweis vor und gab sich als Zivilbeamter der Autobahnpolizei aus.
Wegen einer „Drogenkontrolle“ verlangte der zivil gekleidete angebliche Polizeibeamte Ausweis und Geldbörse des Fahrers. Bevor der Fahrer dem „Beamten“ seine Geldbörse aushändigte, entnahm er das darin befindliche Bargeld, mehrere tausend Euro. Der „Polizist“ nahm das Geld, um es angeblich auf Echtheit zu prüfen, rannte damit zu dem dunklen Pkw und verschwand.
Ein Zeuge, der die Situation beobachtet hatte, meldete sich bei der Polizei und gab das Kennzeichen des flüchtigen Fahrzeugs durch. Spätere Ermittlungen ergaben, dass das am Fluchtfahrzeug angebrachte LH-Kennzeichen (Lüdinghausen) am vergangenen Dienstag in Oer-Erkenschwick von einem Pkw gestohlen worden war.

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