Bevölkerungsschwund treibt Abwassergebühren
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Eklatante Unterschiede gibt es bei den Abwassergebühren in der Region.
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Der Vergleich des Bundes der Steuerzahler in NRW beruht auf einer Musterrechnung. Diese legt einen Vier-Personen-Haushalt zugrunde, der 200 Kubikmeter Frischwasser verbraucht und 130 Quadratmeter befestigte Grundstücksfläche besitzt. Im Kreis Warendorf liegen zwischen der teuersten Kommune Beckum mit 724,50 Euro und der günstigsten Kommune Beelen mit 444,70 Euro immerhin 279,80 Euro Unterschied. Noch krasser fällt die Differenz mit 426,40 Euro im Kreis Gütersloh aus. Während in Borgholzhausen 749,70 Euro fällig werden, zahlen Einwohner in Verl mit 323,30 Euro nicht einmal die Hälfte. Im Schnitt stiegen die Gebühren in NRW um 2,3 Prozent. In Schloß Holte-Stukenbrock sogar um 18,3 Prozent. In Warendorf sanken die Gebühren um 3,9 Prozent in der Region am stärksten.

Finanznot und Bevölkerungsrückgang Ursache

„Die Kosten für die Infrastruktur wie etwa das Kanalnetz müssen auf immer weniger Köpfe umgelegt werden“, sagte der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler NRW, Heinz Wirz, am Mittwoch bei der Vorstellung des aktuellen Gebührenvergleichs in Düsseldorf. Außerdem habe die Finanznot viele Kommunen im vergangenen Jahr veranlasst, Gebühren um teilweise über 30 Prozent zu erhöhen. Fast die Hälfte der Kommunen habe von 2010 auf 2011 die Abwassergebühren erhöht.

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