Bewährungsstrafe für Böller-Schmuggel
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Ordner und Sicherheitskräfte versuchen am 10.09.2011 Fußballfans im Stadion in Osnabrück zurückzuhalten, nachdem es bei dem 3. Liga Spiel VfL Osnabrück und Preußen Münster zu Ausschreitungen im Stadion gekommen ist. Weil er 2011 einen Böller ins Osnabrücker Stadion schmuggelte, ist ein Jugendlicher am Dienstag zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
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Verurteilt wurde der zur Tatzeit 15-Jährige wegen Beihilfe zum vorsätzlichen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und wegen unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen.

Wie die Richter feststellten besuchte der Angeklagte am 10.09.2011 das Fußballspiel der 3. Fußballbundesliga zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Preußen Münster in Osnabrück. Der damals 15-Jährige übergab vor dem Spiel einen Sprengkörper an einen anderen Mann, der den Böller im Stadion zur Explosion brachte und deshalb vom Landgericht Osnabrück bereits rechtskräftig verurteilt wurde. Bei der Detonation wurden 33 Menschen zum Teil schwer verletzt. Unter den Verletzten befanden sich auch 5 Kinder.

Die Kammer war nach der durchgeführten Beweisaufnahme überzeugt, dass dem Angeklagten bei der Übergabe des Sprengkörpers bewusst war, dass dieser im Stadion in Richtung der VfL-Fans geworfen werden sollte, und dass er dabei auch die Verletzung einer Vielzahl von Menschen in Kauf genommen hat.

Die Hauptverhandlung hat am 28.02.2013 begonnen und wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten, wie gesetzlich vorgesehen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Der Angeklagte hat auf Rechtsmittel gegen das Urteil verzichtet.

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