Bewährungsstrafe nach Schulbusunfall
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13 Schüler waren bei dem Unfall im April 2010 verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich.
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Ein Junge befindet sich noch heute im Wachkoma, auch ein Mädchen muss jetzt mit Behinderungen leben. Der 38-Jährige war im April vergangenen Jahres mit seinem Transporter an einer Ampel in Coesfeld mit 42 Stundenkilometern in eine Schülergruppe gefahren.

Kurz nach dem Unfall hatte der Busfahrer erklärt, er habe sich in dem Moment nach einem Bonbon gebückt. Heute sagte er, er könne sich nicht mehr erinnern, vermutlich habe er Gas- und Bremspedal verwechselt.

Ein Sachverständiger hatte einem Gerichtssprecher zufolge erklärt, der Fahrer sei möglicherweise mit dem Fuß zwischen den Pedalen hängengeblieben. Dafür spreche, dass der Kleinbus nach der Kollision mit den Schülern noch einige Meter weitergefahren war. Das Gericht habe dies als „wahrscheinlichste Erklärung“ gewertet, sagte der Sprecher der „Glocke“. Ein solcher Bedienfehler" rechtfertige die Verurteilung wegen Fahrlässigkeit. Technisch sei das Fahrzeug einwandfrei gewesen.

Der zweite Fall, den der Richter in das Strafmaß mit einbezog, ereignete sich vor sechs Wochen. Damals hatte der 38-Jährige er eine junge Frau angefahren und leicht verletzt. Hierzu gab er an, er habe den Unfall nicht bemerkt.

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